Serieninfos & News

Miniserie in 5 Teilen

Deutsche Erstausstrahlung: 29.10.1972 (ARD)

Sender: Das Erste, Bayerisches Fernsehen, WDR, SWR Fernsehen, 3sat

Der junge Werkzeugmacher Jochen kämpft mit seinen Kollegen um eine Leistungszulage. Und er lernt das Mädchen Marion kennen. Bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick...

mit Gottfried John (Jochen), Hanna Schygulla (Marion), Luise Ullrich (Oma), Werner Finck (Gregor), Anita Bucher (Käthe), Wolfried Lier (Wolf), Christine Osterlein (Klara), Kurt Raab (Harald), Andrea Schober (Sylvia), Renate Roland (Monika), Irm Hermann (Irmgard Erlkönig), Wolfgang Zerlett (Manfred), Herb Andress (Rüdiger), Rudolf Waldemar Brem (Rolf), Hans Hirschmüller (Jürgen)

Regie: Rainer Werner Fassbinder

Fernsehlexikon

5 tlg. dt. Problemserie von Rainer Werner Fassbinder.

Der Arbeitsalltag in einer Gruppe von Werkzeugmachern, der u. a. der engagierte Jochen (Gottfried John), Vorarbeiter Franz (Wolfgang Schenck), Manfred (Wolfgang Zerlett) und Rolf (Rudolf Waldemar Brem) angehören. Als Meister Kretzschmer (Victor Curland) stirbt, wird Franz zunächst sein Nachfolger, doch dann entscheidet sich die Konzernleitung für jemanden von außen, den jungen Ernst (Peter Gauhe). Jochen und Marion (Hanna Schygulla) wollen heiraten. Harald (Kurt Raab) und Monika (Renate Roland) sind bereits verheiratet und haben eine Tochter, Sylvia (Andrea Schober), doch Monika möchte sich scheiden lassen. Oma (Luise Ullrich) wohnt anfangs bei Schwiegersohn Wolf (Wolfried Lier), zieht dann aber mit ihrem Freund zusammen, dem Rentner Gregor (Werner Finck).

Die Serie wollte eine Alternative zum Heile-Welt-Fernsehen sein und auf realistische Weise den Alltag von Arbeitern mit all ihren Problemen zeigen, zugleich aber Mut machen und eine positive Wirkung entfalten, indem sie die Arbeiter als frei und selbstbewusst porträtierte. Produzent Peter Märthesheimer erhielt für die Konzeption der Serie 1973 den Grimme-Preis, die Jury urteilte: "Seine programmkonzeptionelle Leistung wird auch durch einzelne Schwächen in der Realisation nicht geschmälert."

Ursprünglich wollte Autor und Regisseur Fassbinder die Hauptrolle ausnahmsweise nicht mit Hanna Schygulla besetzen. Nach drei Drehtagen stellte er jedoch fest, dass die "Mädchen" gegen ihren Typ spielen mussten und deshalb unglaubwürdig wirkten. Kurzerhand tauschten Renate Roland und Schygulla die Rollen. Roland sagte hinterher: "So total sozial engagierte Texte, wie ich sie als Marion hätte sprechen sollen, nimmt man mir einfach nicht ab. So was kann die Hanna besser."

Die Vorbereitungen für die Produktion weiterer Folgen waren bereits getroffen und die Verträge mit den Schauspielern unterzeichnet, als der Sender das Projekt stoppte. Die vereinbarten Gagen wurden dennoch ausbezahlt.

Jede Folge hatte Spielfilmlänge. Sie wurden im Abstand von mehreren Wochen gezeigt.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

im Fernsehen

Zurzeit nicht im deutschen Fernsehen.

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Kommentare, Erinnerungen und Forum
  • MarcusMarcus(geb. 1973)schrieb am 30.01.2011:

    R.W.F. gehört für mich zu den größten deutschen Filmemachern. Ein Schande, das es die Serie nicht auf DVD gibt!

    antwortenantworten

  • Krämer DieterKrämer Dieter(geb. 1954)schrieb am 24.11.2011:

    Das kann man wahrhaft sagen ! Wird höchste Zeit daß man so was auf DVD zu sehen bekommt. Ich bin Fassbinder Fan und diese Serie fehlt mir noch in meiner Sammlung

    antwortenantworten

  • SchnatterlochSchnatterlochschrieb am 26.11.2008:

    So eigenwillig Fassbinder war, so eigenwillige Schauspieler hat er in Acht Stunden sind kein Tag eingesetzt und groß gemacht. Dazu gehören Gottfried John, Irm Hermann und insbesondere Hanna Schygulla. Auch Werner Fink und Luise Ullrich als Vorläufer von Jakob und Adele konnten noch mal glänzen. Eine wirklich schöne, den Sonntag Nachmittag unterhaltsam gestaltende Serie mit Anklängen auf das, was von Fassbinder noch kommen würde. Insbesondere für Hanna Schygulla, die in der Hälfte der knapp 40 RWF Filme mitgespielt hat, war dies der Start für ihre große Karriere. Unbedingt wiederholen und auf DVD bringen !

    antwortenantworten

  • Joachim HummlJoachim Humml(geb. 1968)schrieb am 16.02.2008:

    Es wäre sehr schön, häufiger die Fernsehserie 'Acht Stunden sind kein Tag' von Rainer Werner Fassbinder in den verschiedenen Sendern der dritten Programme, 3sat, ARTE,
    gegebenenfalls Phoenix oder auch in der ARD zu sehen. 'Acht Stunden sind kein Tag' gehört für mich zur Fernsehgeschichte, zur Geschichte der 1970er Jahre und darf einfach nicht in Vergessenheit geraten.

    antwortenantworten

  • Paul RichelsPaul Richels(geb. 1942)schrieb am 26.10.2008:

    In der 2. Folge in einem Kaffehaus spielte im Hintergrund ein ganz tolles Lied.Wer kann mir den Titel nennen??PS eventuell Leonhard Cohen????

    antwortenantworten

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Abstimmungsdaten
Diese Serie haben bisher 314 Fans auf ihrer Wunschliste.
Anteil männlicher/weiblicher Fans:   78.05%21.95%
Fan-Durchschnittsalter: 51,2 Jahre

Abstimmung in der Rubrik "Familienserien".

Abstimmungsverlauf

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Gesamtplatzierung
Platz:317. (317.)unverändert
Stimmen:1489  

Letzte Woche
Platz:384. (417.)Aufsteiger
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