5 tlg. dt. Problemserie von Rainer Werner Fassbinder.
Der Arbeitsalltag in einer Gruppe von Werkzeugmachern, der u. a. der engagierte Jochen (Gottfried John), Vorarbeiter Franz (Wolfgang Schenck), Manfred (Wolfgang Zerlett) und Rolf (Rudolf Waldemar Brem) angehören. Als Meister Kretzschmer (Victor Curland) stirbt, wird Franz zunächst sein Nachfolger, doch dann entscheidet sich die Konzernleitung für jemanden von außen, den jungen Ernst (Peter Gauhe). Jochen und Marion (Hanna Schygulla) wollen heiraten. Harald (Kurt Raab) und Monika (Renate Roland) sind bereits verheiratet und haben eine Tochter, Sylvia (Andrea Schober), doch Monika möchte sich scheiden lassen. Oma (Luise Ullrich) wohnt anfangs bei Schwiegersohn Wolf (Wolfried Lier), zieht dann aber mit ihrem Freund zusammen, dem Rentner Gregor (Werner Finck).
Die Serie wollte eine Alternative zum Heile-Welt-Fernsehen sein und auf realistische Weise den Alltag von Arbeitern mit all ihren Problemen zeigen, zugleich aber Mut machen und eine positive Wirkung entfalten, indem sie die Arbeiter als frei und selbstbewusst porträtierte. Produzent Peter Märthesheimer erhielt für die Konzeption der Serie 1973 den Grimme-Preis, die Jury urteilte: "Seine programmkonzeptionelle Leistung wird auch durch einzelne Schwächen in der Realisation nicht geschmälert."
Ursprünglich wollte Autor und Regisseur Fassbinder die Hauptrolle ausnahmsweise nicht mit Hanna Schygulla besetzen. Nach drei Drehtagen stellte er jedoch fest, dass die "Mädchen" gegen ihren Typ spielen mussten und deshalb unglaubwürdig wirkten. Kurzerhand tauschten Renate Roland und Schygulla die Rollen. Roland sagte hinterher: "So total sozial engagierte Texte, wie ich sie als Marion hätte sprechen sollen, nimmt man mir einfach nicht ab. So was kann die Hanna besser."
Die Vorbereitungen für die Produktion weiterer Folgen waren bereits getroffen und die Verträge mit den Schauspielern unterzeichnet, als der Sender das Projekt stoppte. Die vereinbarten Gagen wurden dennoch ausbezahlt.
Jede Folge hatte Spielfilmlänge. Sie wurden im Abstand von mehreren Wochen gezeigt.