138-tlg. US-Sitcom von Don Fedderson und Edmund Hartmann ("Family Affair"; 1966-1971).
Bill Davis (Brian Keith) ist ein reicher Junggeselle und könnte das Leben in seinem teuren Apartment in der New Yorker 5th Avenue richtig genießen, müsste er nicht seinen Neffen und seine beiden Nichten bei sich zu Hause aufziehen. Teenager Cissy (Kathy Garver) und die sechs Jahre alten Zwillinge Jody (Johnny Whitaker) und Buffy (Anissa Jones) waren nach dem Tod ihrer Eltern zunächst in getrennten Familien untergekommen, doch die Verwandten waren der Meinung, Bill könne doch am besten gleich für alle drei sorgen. Nun wachsen die Kinder also bei zwei Männern auf. Auch Bills bärtiger britischer Butler Giles French (Sebastian Cabot) interessiert sich nicht im Geringsten für Kinder, sie sind nur eine Störung in seinem Bestreben nach beständiger Ordnung und Sauberkeit. Und wenn Bill gelegentlich auf Geschäftsreise ist, hat er sie auch noch allein am Hals. Dennoch lernen Onkel Bill und Mr. French schnell, wie man weise Ratschläge gibt, und so lösen sie mit guten Worten alle Probleme, die die Kinder haben, also etwa verschwundene Plüschtiere und gebrochene Beine. Buffys beste Freundin ist ihre Puppe Mrs. Beasley. Mr. French wird in einigen Folgen der ersten Staffel von seinem Bruder Nigel (John Williams) vertreten (Sebastian Cabot war erkrankt; in der Serie wurde erklärt, er sei zum Dienst für die Königin nach England berufen worden). In der letzten Staffel kümmert sich zusätzlich Haushälterin Emily Turner (Nancy Walker) um das Apartment.
Harmlose Familienserie, die zwar in ihrer Weltanschauung schon bei der Erstausstrahlung recht altmodisch daherkam, aber mit liebenswerten Figuren und Geschichten eine große Fangemeinde gewann. Die ersten 72 Folgen zeigte die ARD im regionalen Vorabendprogramm, etwa 20 Jahre später lief die Serie komplett bei RTL, inklusive der noch fehlenden 66 Episoden.
2002 wurde in den USA eine Neuauflage mit neuen Darstellern gedreht, die bisher nicht in Deutschland gezeigt wurde. Drei der Hauptdarsteller von damals waren zu diesem Zeitpunkt bereits tot: Die erst 18 Jahre alte Anissa Jones starb 1976 an einer Überdosis Drogen, Cabot erlag 1977 einem Schlaganfall, und der schwerkranke Keith nahm sich 1997 das Leben.