13 tlg. brit. dt. Science-Fiction-Comedyserie von Graf und Gräfin von Hardenberg ("Star Maidens"; 1976).
Als Mann hat man auf dem Planeten Medora nichts zu lachen. Männer sind auf dem Planeten, der nach einer Reise durchs halbe Weltall in unserem Sonnensystem gelandet ist, nur Sklaven, die den Frauen ein Leben in Luxus ermöglichen. Die beiden Männer Akam (Pierre Brice) und Schemm (Gareth Thomas) haben genug davon, klauen ein Raumschiff und flüchten zur Erde. Akams Gebieterin Brisba (Judy Geeson) und ihre Assistentin Ossrawa (Christine Krüger) verfolgen sie. Der Wissenschaftler Professor Evans (Derek Farr) bemerkt die Ankunft der Außerirdischen, doch seine beiden jungen Kollegen Richard Smith (Christian Quadflieg) und Dr. Liz Barry (Lisa Harrow) werden von ihnen entführt. Sie kämpfen auf Medora, die außerirdischen Männer auf der Erde gegen die Macht der Mädchen aus dem Weltraum.
Eine der obskursten Science-Fiction-Serien und ein großes deutsch-englisches Missverständnis: Offenbar wollten die deutschen Produzenten vor allem einen komischen Vorwand, männerfressende Frauen auf Plateausohlen und in Fantasieuniformen mit interessanten Stofflöchern zu zeigen, die Briten dagegen dachten an eine intelligente Science-Fiction-Serie, die mit dem Rollentausch der Geschlechter spielt. Manchmal wechselte das Genre von Szene zu Szene, was zwar für den langfristigen Kultfaktor, nicht aber für den Erfolg gut war. Die Idee einer zweiten Staffel wurde schnell wieder begraben.
Das bemerkenswerte Design hatte große Ähnlichkeit mit dem von Mondbasis Alpha 1, für beide war der Designer Keith Wilson verantwortlich, und Mondbasis-Erfinderin Sylvia Anderson war diesmal die zuständige Redakteurin bei der BBC. Ähnlich wie bei Raumschiff Orion wimmelte es in der Zukunft von Alltagsgegenständen der Gegenwart. Eine Totale von einer Stadt auf Medora bestand aus Tischtennisbällen, Strohhalmen und einem kompletten Eierkarton - was auch im Fernsehen unschwer zu erkennen war.
Lief im regionalen Vorabendprogramm. 1999 wiederholte der HR die Reihe in seiner "Late Lounge" und verkaufte sie als "Trash-Serie" auf Videokassetten.