Serie in 12 Teilen
Deutsche Erstausstrahlung: 16.08.1959 (ARD)
Die Muminfamilie - Eine drollige Gesellschaft (1959)
Als im jungen Frühling die Sonne endlich den Schnee verschwinden lässt und die saftigen Wiesen des Mumintales wieder zum Vorschein bringt, sind der kleine Mumin und Schnupferich die ersten, die aus dem Winterschlaf erwachen. Gemeinsam finden sie einen merkwürdigen Zylinderhut mit wundersamen Eigenschaften. Er folgt den beiden Frühaufstehern wie ein treuer Hund, scheint zu wachsen und sorgt auch sonst für mancherlei Überraschung. Die Angelegenheit wird richtig unheimlich, als sich heraus stellt, dass alle Mumins im vergangenen Winterschlaf den selben Traum hatten: Ein großer Mann mit einem großen schwarzen Hut und glutroten Augen spielte darin eine zentrale Rolle... doch noch ehe das Rätsel um den Hut gelöst ist, gibt es neue Probleme. Zwei kleine Fremde mit den Namen Tofslan und Vifslan bitten die Muminfamilie um Hilfe. Die eisige Morra verfolgt sie und will ihnen ihren einzigen Besitz, den sie verborgen in einem Koffer mit sich herum tragen, rauben. Da können die gutmütigen Mumins ihnen freilich die erbetene Hilfe nicht vorenthalten und damit beginnen die Probleme, denn mit eisigen Morras ist bekanntlich nicht zu spaßen...
Die Muminfamilie-Sturm im Mumintal
Der kleine Mumin wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr von Schnupferich, als der Vulkan am Rande des Mumintals ausbricht und eine Sturmflut verursacht.
Das ganze Tal wird überschwemmt, nur die obere Etage des Muminhauses guckt noch aus dem Wasser und dies steigt immer weiter. Es gilt also, einen anderen Unterschlupf zu finden.
Da kommt das Haus, das auf den Fluten vorbeitreibt, gerade recht. Doch handelt es sich bei dem Gebäude nicht um ein gewöhnliches Haus und verlassen ist es auch nicht, obwohl es zunächst den Anschein hat...
Zur gleichen Zeit macht Schnupferich neue Bekanntschaften. Da ist zum einen die liebe aber einsame und daher immer etwas traurige Filifionka. Eine erfreuliche Bekanntschaft. Zum anderen ist da der grimmige Parkwächter, der - so scheint es - aus purem Vergnügen überall Verbotsschilder aufgehängt hat und den kleinen Waldkindern auch sonst das Leben sauer macht. Schnupferich fühlt sich gefordert, den grimmigen Herrn die eigene Medizin kosten zu lassen...
("Die zauberhaften Welten der Augsburger Puppenkiste")
Die zunächst sechsteilige Serie "Die Muminfamilie" nach Tove Janssons Buch "Eine drollige Gesellschaft" wurde live von einer Behelfsbühne auf der Rundfunk-Ausstellung (14.-23.08.1959) in Frankfurt gesendet. Täglich zwischen dem 16. und dem 21.08.1959 führte Hilde Nocker gemeinsam mit dem Mumin Snorki durch eine der jeweils 30min. langen Folgen.
Da die Sendungen live übertragen wurden, existierte nur ein Mitschnitt, welcher durch eine Kamera, die auf einen Monitor gerichtet war, aufgezeichnet wurde.
Im Folgejahr wurde dann der Fortsetzungsroman "Sturm im Mumintal" verfilmt - erneut in sechs Teilen à ca. 30 Minuten. Diese wurden zwischen dem 18.09. und dem 23.10. mit je einer Woche Abstand ausgestrahlt.
Da nun die Folgen 7-12 jederzeit wiederholt werden konnten, die ersten sechs Teile jedoch nicht, beschloss man, die erste Serie nochmals zu drehen und diesmal aufzuzeichnen.
Am 12.02.1961 war es soweit. Die erste der neu erstellten Folgen 1-6 flimmerte über den Bildschirm. Mit Abstand einer Woche folgten die übrigen Teile, so dass der sechste Teil am 19.03.1961 zu sehen war. Das Drehbuch war so geändert worden, dass eine Moderation nicht mehr von Nöten war. Hilde Nocker war also nicht mehr zu sehen und auch der Mumin Snorki kam nur kurz zu Wort. Dies hatte zur Folge, dass die Laufzeit der Episoden auf etwa 25 Minuten zusammenschrumpfte.
(Matthias
)