110 tlg. US-Westernserie von Sam Peckinpah ("The Rifleman"; 1958-1963).
Der Witwer John McLean (Chuck Connors) lebt allein mit seinem zwölfjährigen Sohn Fred (Johnny Crawford) auf einer Ranch in North Folk, New Mexico. Der dortige Marshal Torrence (Paul Fix) ist ein Säufer, seit einer alten Schussverletzung nicht mehr voll einsatzfähig und deshalb unfähig, mit Gangstern und Banditen fertig zu werden. So ist immer wieder Johns Hilfe gefragt. Seine Waffe, ein Winchester-Gewehr, ist Johns Markenzeichen. Er schießt damit so schnell wie kein anderer, was durch eine spezielle Nachlademechanik möglich wird, dank derer er das Gewehr mit nur einem Arm bedienen kann.
Zu den Bewohnern von North Folk gehören noch der Barkeeper Sweeney (Bill Quinn), Hattie Denton (Hope Summers) und Milly Scott (Joan Taylor) vom örtlichen Supermarkt und später außerdem die Hotelbesitzerin Lou Mallory (Pat Blair). Milly weckt die romantische Seite im harten Helden John McLean, und die beiden kommen sich näher. Nebenbei muss John ohnehin zeigen, dass er nicht nur ballern, sondern auch erziehen kann, während sein Fred im Lauf der Serie zum Teenager heranreift.
Eine der in Deutschland langlebigsten US-Westernserien, von der nicht - wie sonst oft üblich - nur eine oder zwei Staffeln gezeigt wurden. Nach 26 Folgen legte das ZDF eine viermonatige Pause ein, ab Juli 1970 war die Serie bis zum Ende ihre Laufzeit ohne Unterbrechung eine feste Größe im Vorabendprogramm am Mittwoch. Dennoch blieben 58 weitere Folgen in Deutschland ungesendet. Jede Folge dauerte 25 Minuten. Für die deutsche Synchronisation wurden wie in vielen Serien einige Namen geändert, damit sie eher dem amerikanischen Klischee entsprachen, wo jeder Westernheld John oder Jim heißen musste. So hieß John McLean in der US-Originalfassung Lucas McCain und sein Sohn Mark.