1967-1975. 8 tlg. semidokumentarische DDR Kriminalreihe von Günter Prodöhl.
Geschildert werden Fälle aus der Bundesrepublik, die international Aufsehen erregten, bei denen die Behörden versagten, vertuschten, Täter laufen ließen oder korrupt waren - u. a. die Fälle "Timo Rinnelt", "Dominas-Bande", "Brühne-Ferbach". Teilweise nennt ein Sprecher während des Krimis Hintergründe, Daten und Fakten und betont so den realistischen Hintergrund der spannenden Geschichten, die so spannend für das DDR-Publikum dann doch nicht waren. Die Reihe war wenig erfolgreich und brachte es in acht Jahren nur auf acht Folgen. Sie liefen dienstags um 20.00 Uhr. Der Gerichtsreporter Prodöhl hatte bereits für die ungleich erfolgreichere Serie Blaulicht geschrieben, die politisch einen ähnlichen Anspruch hatte, nämlich "typische Erscheinungsformen der kapitalistischen Gesellschaft kritisch zu analysieren" (Prodöhl). Kurz gesagt: In der Bundesrepublik sind Verbrechen an der Tagesordnung, Polizei und Justiz faschistisch unterwandert, Kriegsverbrecher wieder in Amt und Würden.