1969-1970. 13 tlg. dt. Familienserie von Werner Bruhns, Per Schwenzen, Rainer Avenarius, Wolfgang Kirchner und Helga Feddersen, Regie: Claus Peter Witt.
Anstatt auf großen Pötten um die Welt zu fahren, ist Kapitän Wilhelm Harmsen (Hans Musäus) seiner Familie zuliebe auf einem Schlepperkapitän auf der Elbe geblieben. Als er in den Ruhestand geht und die Familie in eine geerbte Villa im vornehmen Hamburger Stadtteil Blankenese zieht, sind seine Frau Anna (Marianne Lindner), die Kinder Karl, genannt "Kuddel" (Gerhard Borman), und Ulla (Brigitte Rohkohl) sowie Opa (Rudolf Beiswanger) Feuer und Flamme, nur Wilhelm muss sich umgewöhnen.
Nach Auftakt der Serie echauffierte sich der Autor Werner Bruhns, dass von seinem Drehbuch quasi nichts übrig geblieben sei, außer dass die Familie ein Haus erbt. Das war freilich eine Reaktion auf die recht vernichtende Kritik der Zeitungen, die Serie sei bieder und allzu klischeehaft. Laut Bruhns seien alle zeitkritischen und sozialkritischen Inhalte rausgestrichen worden. Eine Schlägerei z. B. wurde in seinem Drehbuch von "farbentragenden" Studenten angefangen, mit der Begründung: "Eine Frau geht mit keinem Farbigen." In der Serie seien jedoch Betrunkene die Unruhestifter gewesen. Der Regisseur Claus Peter Witt bestritt jedoch, wesentliche Änderungen vorgenommen zu haben: "Sozialkritische Züge waren in den Büchern nie drin. Ich halte sie auch für verfehlt in einer unterhaltenden Serie."
Die 45 Minuten langen Folgen liefen sonntags um 20.15 Uhr.