Cappuccetto vom Mailänder Puppentheater Maria Perego ist nichts anderes, als eine in moderner 60er-Jahre-Pädagogik OHNE bösen Wolf oder Jäger mit Gewehr, der den Wolf dann erschießt, erzähltes Rotkäppchen Märchen.
Die Cappuccetto (weil der Name italienisch ist, daher denoch ein "o" und nicht Cappuccetta, wie es ein paar Besserwisser vermuten :-) ) ist die kleine Heldin dieser 1969 vom SRG schon in Farbe ausgestrahlten, beim Tonstudio Filbig in München sehr detailreich gedrehte Puppentrickserie.
Lupo ist aber nicht der klassische böse Wolf, sondern ein Wienerisch gesprochen "Schlingel", der Cappuccetto mit allerlei Tricks den Blaubeerkuchen (in Österreich wohl eher "Heidelbeerfleck") abjagen will, aber kaum Erfolg hat, aus Mitleid bekommt er dann aber von Cappuccetto ein einzelnes Stück geschenkt.
Einmal stiehlt er dem Briefträger (dem "Postboten") das Auto, einmal schlägt er per Zufall den gefährlichen Gorilla k. o. und mutiert zum Helden aller anderen Tiere und sonstigen Geschöpfe im kleinen Märchenwald.
Bemerkenswert ist noch, daß öfters eine stumme Maus durch die Sendung tanzt, hier dürfte es sich um "Cappuccettos Cousin", dem Früh-60er-Helden "Musik aus Studio B" mit Chris Howland handeln: Mäuserich Mike Molto, der um 1964 laut einem Hör Zu-Heft sogar einige wenige Eigensendungen hatte, ist ebenfalls aus dem "Stall" der Frau Maria Perego.
("Österreichisches Werbemuseum")