1961. 5 tlg. DDR Fernsehroman nach dem gleichnamigen autobiografischen Buch von Rudolf Petershagen, einem ehemaligen Oberst der Wehrmacht; Drehbuch: Hans Oliva, Regie: Günter Reisch, Hans-Joachim Kasprzik.
Rudolf Petershagen (Erwin Geschonneck) wandelt sich vom Ritterkreuzträger, Regimentskommandeur vor Stalingrad, Kampfkommandanten der Stadt Greifswald zu einem bewussten Bürger der DDR. Gegen den Wehrmachtsbefehl hatte Petershagen 1945 Greifswald kampflos der sowjetischen Armee übergeben, war dafür von den Nazis zum Tode verurteilt, aber von den Sowjets gerettet worden. Er kehrt erst in den Osten zurück, geht dann in den Westen, um gegen die Remilitarisierung zu kämpfen, wird verhaftet, misshandelt, erpresst, verurteilt, für vier Jahre erst ins Kriegsverbrechergefängnis Landsberg gebracht, dann ins Zuchthaus Straubing. Ihm wird angeboten, freizukommen, wenn er Aggressionsabsichten der DDR nachzuweisen hilft, um die Aufrüstung der Bundesrepublik zu legitimieren. Er lehnt ab. Nach seiner Entlassung kehrt er gesundheitlich geschädigt in die DDR zurück.
Das Buch war 1957 veröffentlicht worden und sehr erfolgreich. Der Film lief - zufällig - wenige Tage nach dem Mauerbau und bekam dadurch besondere Brisanz. Gewissen in Aufruhr etablierte in der DDR außerdem die später häufig verwendete Form des "Fernsehromans". In der ARD liefen wenig später nur drei der fünf Folgen - die beiden, die in der Bundesrepublik spielten, wurden weggelassen.