Serieninfos & News

Miniserie in 5 Teilen

Deutsche Erstausstrahlung: 05.09.1961 (DFF)

Zweiter Weltkrieg: Die Geschichte der Wandlung des Oberst Joachim Ebershagen beginnt im Kessel von Stalingrad, wo er anfängt, über den Sinn des Krieges nachzudenken. Als Kommandant von Greifswald findet er kurz vor Kriegsende den Mut, die Stadt kampflos an die Sowjetarmee zu übergeben. Mit seinen Soldaten tritt er den Weg in die sowjetische Gefangenschaft an. Von den unverbesserlichen Kriegern unter seinen Mithätlngen wird er als Verräter behandelt und erkennt, daß er mit diesen Menschen nichts mehr gemein hat.

Aus der Gefangenschaft entlassen, hilft er als Landrat beim Aufbau auf Usedom. Anläßlich eines Besuches in der Bundesrepublik, wo er mit ehemaligen Kameraden sprechen will, gerät Ebershagen in die Fänge des amerikanischen Geheimdienstes. Er widersteht allen Erpressungsversuchen, die in Zusammenhang mit der Wiederbewaffnung stehen, wird abgeurteilt und in das Kriegsverbrechergefängnis Landshut eingeliefert. Hier erlebt er mit, wie die Nazi-Kriegsverbrecher relativ gut leben, sich auf eine neue Armee vorbereiten und nach und nach in Freiheit kommen. Jahre später wird er aufgrund seines Gesundheitszustandes Entlassen und kehrt nun entgültig heim zu seiner Frau in die DDR.

(Auszug von F.-B. Habel aus dem Buch "Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme")

mit Erwin Geschonneck (Joachim Petershagen), Inge Keller (Angelika Petershagen), Harry Hindemith, Ruth Kommerell, Bruno Carstens

Regie: Günter Reisch, Hans-Joachim Kasprzik

Fernsehlexikon

1961. 5 tlg. DDR Fernsehroman nach dem gleichnamigen autobiografischen Buch von Rudolf Petershagen, einem ehemaligen Oberst der Wehrmacht; Drehbuch: Hans Oliva, Regie: Günter Reisch, Hans-Joachim Kasprzik.

Rudolf Petershagen (Erwin Geschonneck) wandelt sich vom Ritterkreuzträger, Regimentskommandeur vor Stalingrad, Kampfkommandanten der Stadt Greifswald zu einem bewussten Bürger der DDR. Gegen den Wehrmachtsbefehl hatte Petershagen 1945 Greifswald kampflos der sowjetischen Armee übergeben, war dafür von den Nazis zum Tode verurteilt, aber von den Sowjets gerettet worden. Er kehrt erst in den Osten zurück, geht dann in den Westen, um gegen die Remilitarisierung zu kämpfen, wird verhaftet, misshandelt, erpresst, verurteilt, für vier Jahre erst ins Kriegsverbrechergefängnis Landsberg gebracht, dann ins Zuchthaus Straubing. Ihm wird angeboten, freizukommen, wenn er Aggressionsabsichten der DDR nachzuweisen hilft, um die Aufrüstung der Bundesrepublik zu legitimieren. Er lehnt ab. Nach seiner Entlassung kehrt er gesundheitlich geschädigt in die DDR zurück.

Das Buch war 1957 veröffentlicht worden und sehr erfolgreich. Der Film lief - zufällig - wenige Tage nach dem Mauerbau und bekam dadurch besondere Brisanz. Gewissen in Aufruhr etablierte in der DDR außerdem die später häufig verwendete Form des "Fernsehromans". In der ARD liefen wenig später nur drei der fünf Folgen - die beiden, die in der Bundesrepublik spielten, wurden weggelassen.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

im Fernsehen

Zurzeit nicht im deutschen Fernsehen.

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Kommentare, Erinnerungen und Forum
  • AndreAndre(geb. 1968)schrieb am 30.09.2008:

    was Teil 4 und 5 betrifft: wenn man in alten Unterlagen des DDR-Fernsehens oder in der TV-Zeitschrift 'FF-dabei' blättert, sieht man, daß diese zumindest ab 1975 in sämtlichen Wiederholungen fehlen-es wurde da immer nur Teil 1 bis 3 wiederholt.

    antwortenantworten

  • IngeInge(geb. 1942)schrieb am 20.11.2007:

    Liebe Leute,
    auf der Suche nach den 5 Teilen habe ich Eure wunderbaren Kommentare in dieser Rubrik gelesen - Ihr seid meine letzte Hoffnung nach dem Durchstöbern von Bibliotheken, Videotheken usw. Wer von Euch kann einen Tip geben, wo ich noch suchen kann?
    Würde mich riesieg über eine (schnelle) Antwort freuen

    antwortenantworten

  • JörgJörg(geb. 1955)schrieb am 18.01.2009:

    Das Deutsche Rundfunkarchiv in Potsdam verkauft diese zensierten Teile, allerdings läuft am unteren Bildrand eine digitale Uhr mit. Aber da das die fast einzige Quelle ist, hat mich das nicht weiter gestört. Da ich auch das Buch von Rudolf Petershagen gelesen habe, habe ich die Zensur als völlig überflüssig empfunden.

    antwortenantworten

  • D. SchrammD. Schramm(geb. 1955)schrieb am 02.04.2007:

    Diese Seltenheit (Teil 4 5) hätte ich gern. Aber man kommt ja nicht ran. Der MDR hat die wohl im Giftschrank liegen. Die Serie wurde zwar zu Geschonnecks Geburtstag komplett im Theater Karlshorst gezeigt. Das wäre ein schwacher Trost gewesen, hätte ich rechtzeitig von diesem Termin erfahren.

    antwortenantworten

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Abstimmungsdaten
Diese Serie haben bisher 224 Fans auf ihrer Wunschliste.
Anteil männlicher/weiblicher Fans:   86.67%13.33%
Fan-Durchschnittsalter: 49,4 Jahre

Abstimmung in der Rubrik "Action & Abenteuer".

Abstimmungsverlauf

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Letzte Woche
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