"Die SKL-Show". Große Samstagabend-Spielshow mit Günther Jauch, bei der am Ende immer jemand garantiert Millionär wird. Als Kandidat kommt in Frage, wer ein Los der Süddeutschen Klassenlotterie gekauft hat. Aus 42 Anwesenden ermitteln prominente Paten durch Würfe von Bowlingkugeln zunächst acht Kandidaten, die in vier Zweierteams antreten. Über mehrere Spielrunden reduziert sich die Anzahl der Teilnehmer allmählich. Gespielt wird auf einem Boden aus sechs Reihen mit je sieben Videomonitoren. Die Kandidaten müssen u. a. vorhersagen, welches der sieben Gesichter einem Menschen gehört, der eine bestimmte Eigenschaft hat, oder wer von ihnen sich in einer mit versteckter Kamera gefilmten Situation wie verhalten hat.
Der Videomonitor-Boden dient in der nächsten Runde auch als Spielfeld, auf dem es dann gilt, als Erster eine Insel in der Mitte zu erreichen. Wer einen Schritt machen darf, wird wie folgt ermittelt: Ein Rauhaardackel namens Firlefanz zerbeißt bunte Luftballons. Jawohl! Jedem Kandidaten ist eine Farbe zugeordnet. Bleibt ein Luftballon seiner Farbe als letzter übrig, schreitet der entsprechende Kandidat Richtung Ziel. Die ersten beiden spielen im Finale um die Million. Das Spielfeld ist jetzt eine ovale Bowlingbahn mit 42 Feldern. Wieder sind den Kandidaten Farben zugeordnet. Fällt die Kugel auf ein entsprechendes Farbfeld, machen sie einen Schritt Richtung Million. Je nach getroffenem Feld wandert aber auch die Million umher. Wenn nach fünf Kugeln beide gleich nah an der Million sind, wird eine sechste geworfen, die dann entscheidet, wer die Million bekommt. Die anderen 40 Kandidaten haben eine Chance auf kleinere Geldbeträge, wenn die Kugel ein ihnen zugeordnetes Feld trifft. Ferner können Fernsehzuschauer gewinnen, die bei einer Jokerrunde per Telefon die Studiokandidaten unterstützen.
Mit großem Aufwand und abwegigen Spielideen versuchte die Show der Pflicht nachzukommen, dass der Gewinner allein durch Zufall ermittelt werden durfte. Millionär gesucht war eine der wenigen RTL-Shows, die live gesendet wurden. Außer durch Werbung wurden die Spielrunden durch Showblöcke unterbrochen. In den insgesamt 23 Ausgaben gewannen 19 Kandidaten jeweils eine Million Deutsche Mark, die letzten vier wurden Euro-Millionäre, also fast doppelt so reich. Holm Dressler war der Produzent der Show.