1991-1992. 6 tlg. europ. Historiendrama von Zdenek Mahler, Regie: Marvin J. Chomsky ("The Strauss Dynasty"; 1991).
Die Geschichte zweier Generationen der Musikerfamilie Strauß von 1820 bis 1899: In der Biedermeierzeit komponieren der junge Johann Strauß (Anthony Higgins) und sein Freund Joseph Lanner (David Yelland) erste Walzer und erobern die Ballsäle Wiens. Als Strauß Anna (Lisa Harrow) heiratet, wird aus der Freundschaft mit Lanner private und berufliche Rivalität. Strauß wird berühmt. Sein ältester Sohn Schani (Stephen McGann) nimmt heimlich Unterricht bei Lanner und wird gegen den Widerstand des Vaters erfolgreicher Musiker.
Während der Revolution 1848 stehen sie auf verschiedenen Seiten; der Vater wird als überzeugter Royalist Hofkapellmeister. Nach seinem Tod vereint Schani die Orchester und veranstaltet ein Konzert mit Kompositionen seines Vaters. Die russische Adelige Olga (Alice Krige) und er verlieben sich, doch ihre Eltern verhindern eine Ehe. Als Schani sich zurückzieht, führen seine beiden Brüder Edi (Adrian Lukis) und Pepi (Duncan Bell) das musikalische Familienunternehmen fort. Schließlich heiratet Schani die Sängerin Jetti von Treffz (Cherie Lunghi) und wird durch ihren Einfluss doch noch Hofkapellmeister.
Die "taz" bezeichnete den Kostümschinken mit seinen endlosen Familienintrigen als "Wiener Version des Denver-Clan". Die deutsche Johann-Strauß-Gesellschaft distanzierte sich von der "seichten Unterhaltung in reißerisch-überspitzter Form".
Die internationale Koproduktion wurde in Europa für den amerikanischen Markt hergestellt und scheute weder Kosten noch Komparsen: 48 Millionen DM kostete das Werk, das das ZDF zur Primetime zeigte.