Halbstündiger Comedytalk mit Barbara Schöneberger und einem prominenten Gast, den Schöneberger in Gesprächen und kleinen Spielen auf seinen "Blondfaktor" testet.
Irgendwie scheint der etwas mit Schlagfertigkeit, Eloquenz und Sexappeal zu tun haben, aber eigentlich geht es um nichts, und am Ende sind eh alle "blond". Dauerhafte Rubriken sind Straßenumfragen, in denen Passanten in München "zarte" oder "harte Fragen" an den Gast formulieren, sowie der "Insider", der indiskrete Details aus dem Leben des Gastes erzählt, dessen Identität erraten werden muss.
Die Show war für die Stadtsender des Kirch-Konzerns entwickelt worden, wo sie vorher lief und deshalb ungefähr nichts kosten durfte. Der Vorspann im "James Bond"-Stil war - wie bei vielen Produktionen der Firma Entertainment Factory, die u. a. auch die bullyparade und Die WiB-Schaukel herstellte - grandioser Hochglanz, das winzige Studio beeindruckte mit einer lebenden Nixe im Wasser als Bühnenbild, aber für aufwendige Requisiten oder einen zweiten Redakteur gab es offensichtlich kein Geld. Das tat dem Vergnügen keinen Abbruch, im Gegenteil: Das Billige an der Show passte gut zur B- und C Prominenz, die vorbeischaute und sich auf vergnügten sinnlosen Frotzeltalk und vermeintlich maßgeschneiderte Kinderspiele einließ - für Bernhard Hoëcker z. B. gab es ein Spiel mit Höckern (Stoffkamelen) auf Hockern (Stühlen). Schöneberger erklärte das Produktionsniveau in einem Interview so: "Die Spiele werden mir ja immer aufgeschrieben. Da heißt es: Barbara zieht aus einer Lostrommel Bingo-Kärtchen oder so. Es stellt sich heraus: Eine Lostrommel ist ein Blumentopf, wo einer zwei Henkel drangeklebt hat, mit einer Pappe drumherum, das sieht aus wie ein schwules Handtäschchen. Und du guckst rein und fällst echt vom Glauben ab, denn in diesem Blumentopf, den du in der Hand hältst mit den Bingo-Kärtchen, war gerade noch eine Zwergazalee drin, die auf meinem Schreibtisch stand."
Nach dem Konkurs der Kirch-Gruppe wurde die kleine, wunderbar unbeschwerte Sendung vom WDR gekauft, nach 17 Monaten aber wieder abgesetzt. Zum Glück fand sich wieder ein Retter. Diesmal nahm Pro Sieben die Show auf, sendete sie am späten Montagabend und wurde damit zu ihrer dritten Heimat.