...zum neuen ARD-"Sportschau-Club"

In "Müllers Meinung" blickt wunschliste.de-Autor Mario Müller in unregelmäßigen Abständen auf aktuelle Entwicklungen aus der bunten Welt des Fernsehens. Natürlich ganz subjektiv.
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| Bild: © WDR/Fulvio Zanettini/Thomas Leidig |
Allzweckwaffe mit 10 Buchstaben? Richtig, OPDENHÖVEL! Der Mann kann Quiz, große Live-Show und Sport. Und alles andere bestimmt auch. Für mich war es eigentlich keine große Überraschung, dass die ARD ausgerechnet ihn für die Moderation der Nachfolgesendung von "Waldis Club" auserkoren hat. Gestern leitete er zum ersten Mal die offizielle Fußball-Talkrunde nach den Spielen der Deutschen Nationalmannschaft. Und alles ist anders: kein Publikum, keine lustigen oder lustig gemeinten Comedy-Einlagen, keine Gäste aus dem Showbiz, kein Weißbier. Und auch kein Pils. Gar kein Bier. Nicht mal Wasser!
Das einzige, was der "Sportschau-Club" noch mit "Waldis Club" gemeinsam hat, ist der Matze. Bei Waldi war es Matze Knop - jetzt ist es Matze Opdenhövel. Und immerhin hat dieser ab und zu mal 'nen lockeren Spruch auf der Zunge. Denn wenn man tatsächlich an der Regel festhält, keine Unterhaltungskünstler mehr in diese Talkrunde einzuladen, sondern ausschließlich Gäste aus dem Fußballbereich, dann hat das natürlich zur Folge, dass die Sendung eine ganz andere Ausrichtung bekommt. Dann will man sich offenbar ausschließlich an die harten Fußballfans wenden und die "Gelegenheitsgucker" ausgrenzen, die sich zwar mal ein Länderspiel reinziehen, ansonsten aber auch herzlich gerne mal 'ne "Sportschau" auslassen.
Zeit für Späße ist in der halben Stunde nicht vorgesehen. Und da verorte ich den entscheidenden Punkt: Die Sendung unterscheidet sich eigentlich kaum von der Nachbetrachtung im Studio direkt nach dem Spiel. Inhalt ist natürlich das Spiel und dieses wird von Fußballexperten besprochen. Das ist ein mögliches und auch gutes Konzept. Aber wenn man es so macht, dann könnte und müsste man den "Sportschau-Club" auch direkt nach dem Abpfiff senden. Da fehlt einfach die Abgrenzung.
Ich habe nichts dagegen, wenn es nach dem Spiel auch im Fernsehen ein wenig gemütlicher wird, wenn da ein Campino von den "Toten Hosen", ein Til Schweiger oder ein Jürgen von der Lippe ihren Senf zum Spiel abgeben, solange ein oder zwei Fußball-Kompetenzen dabei sind, die möglichen Schmarrn auch wieder in korrekte Bahnen lenken. Aber eine Talkrunde wird umso interessanter und unterhaltsamer, je unterschiedlicher die Gäste sind. Diese Faustregel sollte jeder kennen, der sich so eine Sendung ausdenkt und betreut. Zu Hause am Fernseher sitzen ja schließlich auch eine ganze Menge Möchtegernexperten - und zwar MIT Bier.
Ich hege also die Befürchtung, dass, wenn man nicht aufpasst, sich im Ersten demnächst zu Tode analysiert wird. Zumal Matthias Opdenhövel ja nur die Premiere moderierte und die Sendung fortan im Wechsel mit Gerhard Delling und Reinhold Beckmann präsentieren soll.
Es muss ja nicht gleich in Richtung Kneipenstammtisch oder Karnevalssitzung gehen, aber ein bisschen mehr Spaß am späten Abend täte der ARD sicher gut. Mit einer entsprechenden Gästeauswahl ist der Spagat zwischen wünschenswertem Humor und nötigem Ernst durchaus zustande zu bringen.
12.09.2012 - Mario Müller/wunschliste.de
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Ich hatte es geahnt.....! Eine langweilige, rein technische Nachbetrachtung des Spiels. Kurz gesagt war es aus meiner Sicht eine massive Fehlentscheidung der ARD, Waldi abzusetzen. Mit "Club" hat dieser Sportschau-Club nun wirklich nichts zu tun, Unterhaltungswert = 0. Werde ich mir nicht mehr antun!Schade, saudade de Waldi!!
Brasileiroschrieb am 13.10.2012, 00.02 Uhr:





















