Seit dem Ende von "Emergency Room" im vergangenen Frühling sind in den USA mehrere neue Krankenhaus-Serien an den Start gegangen um die entstandene Lücke möglichst erfolgreich zu füllen. Neben "Nurse Jackie", "Mercy", "Trauma" und "HawthoRNe" gehört auch "Three Rivers" auf CBS in diese Kategorie. Gleichzeitig haben die Verantwortlichen mit dem Drama ein neues Zuhause für Alex O'Loughlin gefunden, Hauptdarsteller der glücklosen Vampirserie "Moonlight", die von CBS im Mai 2008 nach nur einer Staffel eingestellt wurde. In "Three Rivers" kehrt er als genialer Transplantations-Chirurg auf den Bildschirm zurück und hat jede Menge gutaussehender Kollegen und eine überaus gestylte Arbeitsstätte im Gepäck."Three Rivers" startete auf CBS Anfang Oktober, jedoch nicht mit der ursprünglichen Pilotfolge. Die wurde vom Sender abgelehnt. Serien-Erfinderin Carol Barbee musste ihr Konzept überarbeiten und aus dem katastrophalen Blizzard, der die Stadt lahm legte und der Hintergrund für eine hochdramatische Transplantation darstellen sollte, wurde ein ganz normaler Tag im Leben der Ärztinnen und Ärzte des Krankenhauses. Sicher ein begrüßenswerter Schritt. Da in den letzten Jahren hochbegabte Ärzte in US-Serien kaum ohne witzig-nervige Neurosen auftauchten, ist die Ernsthaftigkeit, mit der die Figuren von "Three Rivers" am Werk sind eine nette und angenehme Abwechslung. Dennoch, das bei CBS scheinbar zum Pflichtprogramm gehörende Aufgebot von schnellen Schnitten, High-Tech-Ausstattung und schrulligen Anfängerfiguren trüben den Gesamteindruck, der ohne diese Macken eindeutig positiver ausfallen würde.
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02.12.2009 - Ralf Döbele/wunschliste.de
Bild: CBS Broadcasting Inc.
































