1972. "Aus den Akten der weiblichen Kriminalpolizei". 13-tlg. dt. Krimiserie von Claus-Peter Witt.
Das Gegenteil der damals üblichen Krimis: Hier sind Frauen die Opfer, Frauen die Täter und Frauen die Kommissare. Lotte Fliedner (Nora Minor), Kriminalinspektorin Schröder (Lis Verhoeven) und Kommissarin Höppner (Cordula Trantow) klären die Fälle auf, in die zumindest manchmal auch Kinder involviert sind.
Die Folgen waren eine halbe Stunde lang und basierten teilweise auf authentischen Fällen. Mit der Ausstrahlung der Serie begann eine Reform der regionalen Vorabendprogramme: Ab Januar 1972 zeigten alle ARD-Anstalten dienstags und freitags (mit geringfügig unterschiedlichen Anfangszeiten) dieselben, ausschließlich deutschen Serien, um ihnen größere Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Der Bayerische Rundfunk allerdings zeigte Berlin, Keithstraße 30 nicht. Begründung: "Die Nachahmungsgefahr seitens der Kinder ist bei so einer deutschen Serie größer, weil sie ein vertrautes Milieu sehen und Leute, wie sie ihnen jeden Tag begegnen." Stattdessen wurde im BR Verliebt in eine Hexe ausgestrahlt.