Tschechoslowak. bzw. tschech. Krankenhausserie von Jaroslav Dietl, Regie: Jaroslav Dudek ("Nemocnice na kraji mesta", 1978-1981; 2003).
Dr. Karel Sova (Ladislav Chudík) ist Chefarzt in einem Krankenhaus in einer tschechischen Provinzstadt. Zum Personal gehören sein Sohn Karel jun. (Ladislav Frej), Dr. Cvach (Josef Vinklár), Dr. Strosmajer (Milos Kopecky), die Anästhesistin Dr. Dana Králová (Jana Stepánková), die Assistenzärztin Dr. Alzbeta Čenková (Eliska Balzerová) und Dr. Arnost Blazej (Josef Abrhám), die Schwestern Ina Galuská (Andrea Čunderliková), Marta Hunková-Penkavová (Iva Janzurová), genannt Täubchen, und Oberschwester Jachymová (Nina Popeliková). Direktor des Krankenhauses ist Dr. Pekár (Josef Somr). Als Dr. Sova geht, wird erst Strosmajer, dann Blazej der neue Chefarzt.
Realistische Alltagsgeschichten und lebensnahe Figuren mit Ecken und Kanten machten die Serie äußerst beliebt und inspirierten wahrscheinlich viele weitere Serien, darunter die Schwarzwaldklinik. Die ersten neun einstündigen Folgen waren eine Koproduktion mit dem DDR Fernsehen, das sie in 13 Teilen à 45 Minuten zeigte. Die Serie lief in der DDR Synchronisation 1980 auch in der ARD, montags um 20.15 Uhr, und war ein so großer Erfolg, dass sich der NDR als Koproduzent an einer zweiten Staffel mit sieben Folgen beteiligte.
Im Jahr 2003 setzte das tschechische Fernsehen die Serie fort, unter größter Aufmerksamkeit der Medien und mit besten Einschaltquoten. Von der alten Besetzung waren noch Chefarzt Dr. Blazej und Schwester Ina dabei, die nun miteinander verheiratet sind und erwachsene Kinder haben, außerdem Dr. Čenková, Dr. Králová und auch wieder der ehemalige Chefarzt Dr. Sova. Die 13 neuen Folgen liefen mit dem Untertitel "20 Jahre später" im Sommer 2004 im Dritten Programm des MDR.