10 tlg. dt. Soap von Fritz Müller-Scherz, Regie: Nikolai Müllerschön.
Ruprecht Jauffenberger (Dietmar Schönherr) ist Oberhaupt eines Sportartikel-Imperiums. Leider verliert er langsam die Kontrolle über das Unternehmen. Nicht nur durch böse wortbrüchige Geschäftspartner in der Karibik, sondern auch durch den Leichtsinn seines Sohnes Andi (Michael Brandner). In der Familie, zu der u. a. noch Ruprechts Bruder Florian (Helmut Lohner) und Andis Schwester Clara (Caroline Redl) gehören, sind sich natürlich alle nicht grün. Kira von Mayenbrink (Ulrike Folkerts) ist die taffe Hauptkonkurrentin in Deutschland, Johanna Härtlein (Petra Zieser) eine Kellnerin, die Ruprecht aus Übersee mitbringt, nachdem er sich in sie verliebt hat.
Die Serie war ein Phänomen, das Kritiker, Zuschauer und Programmplaner gleichermaßen verwirrte. Letztlich ungeklärt blieb, ob die über 13 Millionen DM teure Serie eine ernstgemeinte Hochglanz-Soap mit merkwürdigen Schwächen und Fehlern war oder eine geniale Satire auf Dallas und Denver sein sollte - viele ironische Effekte und Verfremdungen sprechen eher für die zweite These. Während die Kritik davon angetan war und den Gletscherclan sogar für einen Grimme-Preis nominierte, schalteten die Zuschauer ab, was auch an der Entscheidung gelegen haben könnte, die Serie nicht wöchentlich, sondern wie eine Daily Soap täglich um 19.00 Uhr auszustrahlen. Nach 10 von 13 einstündigen Folgen mit katastrophalen Quoten zog Pro Sieben die Notbremse. Ein zweiter Anlauf, die Serie bei Kabel 1 zu zeigen, wurde sogar nach nur zwei Folgen mit kaum messbarer Zuschauerbeteiligung abgebrochen. Vollständig gezeigt wurde die Serie schließlich nur im Lokalfernsehen.
Der damalige Pro-Sieben-Chef Georg Kofler hatte in der Serie einen kurzen Gast-Auftritt: Der gelernte Skilehrer aus Bruneck wedelte einmal die Piste hinunter.