Einstündige Abenteuer-Spielshow.
Zehn Kandidaten, je fünf Frauen und Männer, die sich zuvor nicht kannten, sind auf einer Expedition zu einem ihnen unbekannten Ziel unterwegs. In verschiedenen Missionen, die sie nur gemeinsam erfüllen können, versuchen sie möglichst viel Geld zu erspielen, das am Ende der Gewinner bekommt. Unter ihnen ist ein Verräter - "der Maulwurf" -, der versucht, die Aufgaben zu sabotieren. Die Kandidaten sollen herausfinden, wer es ist. Am Ende jeder Folge muss jeder 20 Fragen zum Maulwurf beantworten. Wer am weitesten danebenliegt, fliegt raus - sofort und ohne jeden Gewinn. In der letzten Folge sind dann nur noch zwei Kandidaten (und der Maulwurf) übrig und spielen um das Geld.
Die Spielidee - nicht zufällig im Big Brother-Fieber entstanden - ist clever: Einerseits ist der psychische Druck auf die Mitspieler gewaltig, wenn sich die Gewinnsumme z. B. nur dann erhöht, wenn alle einen Bungee-Sprung wagen. Andererseits wächst die Paranoia von Tag zu Tag mit der kleiner werdenden Zahl der echten Kandidaten: Da wagt man nach langer Überwindung die Mutprobe, und dann gibt es doch kein Geld, weil ein nachfolgender Mitspieler sich nicht traut?!
Der Stress war sichtbar extrem. In Belgien war das Originalformat "De Mol", das mit der Goldenen Rose von Montreux ausgezeichnet wurde, ein Straßenfeger. In Deutschland war der Erfolg nur mäßig, was daran liegen könnte, dass ein Off-Sprecher alles, was man sah, noch einmal wortreich beschrieb und künstlich dramatisierte. Pro Sieben traute sich nicht, die Show in die Primetime zu setzen und zeigte die acht Folgen der ersten Staffel samstags und sonntags um 18.00 Uhr (die zweite Staffel lief nur noch sonntags). Vorher lag die Sendung monatelang ungesendet herum, eine Zeit, in der die Finalkandidaten nicht wussten, ob sie nun Gewinner waren oder nicht, und der "Maulwurf" schweigen musste. Den Ex-Tennisprofi Michael Stich als Spielleiter einzusetzen war mindestens so erstaunlich wie die Wahl seiner Frau als Moderatorin von Talk Talk Talk. In der zweiten Staffel wurde Stich durch Steven Gätjen ersetzt, der im Gegensatz zu Stich nicht unangenehm auffiel.