Seit 2000 (WDR); seit 2001 (ARD). Reihe mit gesellschaftskritischen Dokumentationen aus dem In- und Ausland.
Jeweils an einem Beispiel werden Katastrophen und ihre Folgen analysiert, Skandale aufgedeckt und verantwortungslose Verantwortliche entlarvt. Zu den vielen politisch brisanten Themen gehörten die "Abwicklung" eines Kälbermastbetriebs in den neuen Bundesländern mit maßgeblicher Unterstützung westdeutscher Kommunalpolitiker, die Hintergründe der feindlichen Übernahme von Mannesmann durch Vodafone, die Anklage gegen den Franz-Josef-Strauß-Sohn Max und Bandenkriege im Türstehermilieu.
Konzipiert wurde die Reihe von Gert Monheim, der dafür 2004 einen Grimme-Preis erhielt, weil er "neue Standards im Genre der politischen Dokumentation" gesetzt habe. Im Juli desselben Jahres gab er die Redaktionsleitung ab, um gegen die deutliche Kürzung des Etats der Sendung zu protestieren. Die Reportage "Gipfelstürmer - Die blutigen Tage von Genua" von Maria-Rosa Bobbi und Michael Busse über den skandalösen Polizeieinsatz gegen Demonstranten am Rande des G8-Gipfeltreffens im Juli 2001 war mit dem Deutschen Fernsehpreis 2002 für die beste Dokumentation ausgezeichnet worden.
Die Story setzte teilweise die Tradition des Enthüllungsjournalismus fort, die die ebenfalls vom WDR verantwortete Reihe Gesucht wird ... begründet hatte. Die dreiviertelstündigen Reportagen wurden wöchentlich am späteren Montagabend im WDR-Fernsehen und gelegentlich im Ersten gezeigt. Im Herbst 2004 lief die 150. Sendung.