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Ein Herz und eine Seele

Ein Herz und eine Seele

D, 1973 – 1976
Ein Herz und eine Seele
  • 2278 Fans    79% 21% ø Alter: 45-55 Jahre
  • Serienwertung 5 2329 4.87 (aus 90 Stimmen)

Serieninfos & News

Deutsche Erstausstrahlung: 15.01.1973 (WDF)
Die alte Weisheit Trautes Heim, Glück allein” trifft auf die Familie Tetzlaff nur begrenzt zu: Vater Alfred hat irgendwie an allem etwas auszusetzen, und ganz besonders viel an seinem Schwiegersohn Michael. Denn wer will schon einen rote Socke”, einen Sozi, in seiner Familie haben? Auch Alfreds Frau Else und Tochter Rita haben es nicht immer leicht mit dem chronischen Nörgler. Ob der Hochzeitstag, der Besuch in einem edlen Restaurant oder die Urlaubsplanung - zusammen mit Alfred wird alles sehr viel komplizierter, als es eigentlich sein müßte.In den letzten vier Folgen bekommen Else und Michael ein neues Gesicht” mit Helga Feddersen und Klaus Dahlen. Ein Herz und eine Seele” ist eine Adaption der englischen Serie Till death us do part” (siehe dort), von der auch fünf Folgen in der englischen Originalfassung in Deutschland ausgestrahlt wurden.
aus: Der neue Serienguide
Adaption von Till Death Us Do Part (GB, 1966)
Cast & Crew
Fernsehlexikon
Ein Herz und eine Seele
Bild: rbb/SWR/ARD
25-tlg. dt. Sitcom von Wolfgang Menge. Regie: Jürgen Preen (in zwei Folgen der zweiten Staffel: Jürgen Flimm).
Der körperlich nicht gerade mit Überlänge gesegnete Alfred Tetzlaff (Heinz Schubert) aus Bochum ist ein Griesgram und ewiger Nörgler, dem nichts recht zu machen ist. Oder mal ehrlich: er ist ein verlogener, reaktionärer Spießer. Er mag keine Ausländer, niemanden aus der "Ostzone", schon gar nicht die rote Regierung und nichts, was neu ist ("Pizza! Weiß doch kein Mensch, woraus die besteht. Da wird so ein Stück Kuhfladen ausgerollt, dann kommt ein Klecks Tomatensoße drauf und das Ganze kostet dann fünf Mark. Und schmecken tut's wie toter Frisör."). Seinen Schwiegersohn Michael Graf (Diether Krebs; ab Folge 22: Klaus Dahlen) mag er auch nicht, denn der ist SPD-Anhänger, und seine Frau Else (Elisabeth Wiedemann; ab Folge 22: Helga Feddersen) ist eine "dusselige Kuh", die in die Küche gehört, wie Frauen im Allgemeinen. Seine Wut lässt er ferner an seiner Tochter und Michaels Frau, Rita (Hildegard Krekel), aus.
Ein Herz und eine Seele lief zunächst im WDR und später in einigen anderen Dritten Programmen. Bundesweite Premiere in der ARD war am 31. Dezember 1973 mit der zwölften Folge, "Silvesterpunsch". Die Episode ist inzwischen ebenso fester Bestandteil jedes Silvesterprogramms wie Dinner for one. Seitdem wurde in Farbe produziert.
Basis für Wolfgang Menges Serie war die britische Comedy "Till Death Do Us Part" von Johnny Speight, von der Menge sogar die Rollennamen übernahm. Alf, Else, Rita und Mike hießen die Charaktere des Originals, das von 1966 bis 1975 erfolgreich bei der BBC lief und 1971 bereits als "All In The Family" vom US-Sender CBS adaptiert wurde. Auch die deutsche Fassung wurde innerhalb nur eines einzigen Jahres bundesweiter Ausstrahlung ein Riesenerfolg und Hauptdarsteller Heinz Schubert als "Ekel Alfred" zum Star.
Ihren Erfolg verdankte die Serie ihrem Gesprächswert. Jeder sprach über das Ekel, viele empörte Zuschauer schrieben Protestbriefe, nicht nur wegen des Inhalts, sondern auch weil Schubert als Ekel Alfred Worte wie "Scheiße" oder "Arschloch" in den Mund nahm - damals eine Ungeheuerlichkeit. In vielen Folgen ließ sich Alfred über tagesaktuelle Ereignisse aus. Autor Menge konnte sie kurzfristig in die Drehbücher einflechten, da die einzelnen Episoden erst am Tag ihrer Ausstrahlung vor Live-Publikum aufgezeichnet wurden. Als 21. und eigentlich letzte Folge lief im November 1974 eine Farbfassung der Episode "Der Sittenstrolch", die bereits ein Jahr zuvor im WDR in Schwarz-Weiß gelaufen war. Zuvor waren bereits drei andere Schwarz-Weiß-Folgen in Farbe neu gedreht und zum Teil inhaltlich etwas aktualisiert worden.
Sieben Wochen nach der vermeintlich letzten Folge würdigte das Fernsehen die Serie am 27. Dezember 1974 zum Abschied mit dem Special "Requiem für ein Ekel", in dem Politiker, Sozialwissenschaftler und Literaten todernst, hinter enormen Rauchschwaden ihrer Zigaretten versteckt, über die Bedeutung von Ekel Alfred für die Gesellschaft diskutierten.
18 Monate später ging es dann doch noch einmal weiter. In diesen letzten vier Folgen der Serie spielte Klaus Dahlen anstelle von Diether Krebs die Rolle des Michael. Krebs war ausgestiegen, weil der WDR begonnen hatte, die Drehbücher auf Wunsch der SPD zu entschärfen. Als Else wurde Elisabeth Wiedemann durch Helga Feddersen ersetzt. Eine spätere Neuauflage scheiterte ebenfalls aus politischen Gründen. Der WDR wollte nicht vor einer Bundestagswahl mit der Ausstrahlung neuer Folgen beginnen, da wollte Menge gar nicht mehr.
Primetime-Wiederholungen im Jahr 1996, die eigentlich nur kurzfristig als Lückenfüller gesendet wurden, wurden überraschend von mehr als sechs Millionen Zuschauern gesehen. Die über 20 Jahre alte Serie versammelte damit mehr Zuschauer als die meisten Erstausstrahlungen neuer Serien und war sogar in den 90er-Jahren noch einer der größten Erfolge des deutschen Fernsehens.
Sendeplatz war im Dritten wie im Ersten Programm etwa einmal im Monat montags um 20.15 Uhr. Jede Episode war 45 Minuten lang. 21 Folgen sind auf DVD erschienen.
Das Fernsehlexikon, Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

Wo läuft's?

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im Fernsehen: (Details bei Mausklick auf den Episodentitel)
  • Do29.12.22:00 h111Der Sittenstrolch
  • Sa31.12.18:00 h112Silvesterpunsch
  • Sa31.12.18:20 h112Silvesterpunsch
  • Sa31.12.18:35 h112Silvesterpunsch
  • Sa31.12.18:40 h112Silvesterpunsch
  • Sa31.12.23:00 h112Silvesterpunsch (Wdh.)
Daten & Zeiten kalendarisch. Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit.

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Kommentare, Erinnerungen und Forum

  • Stefan_G (geb. 1963) schrieb am 22.02.2016:
    Stefan_G Worüber ich mich jedesmal immer aufregen kann, ist die Tatsache, daß - wenn die Folge "Silversterpunsch" in den Dritten ausgestrahlt wird - die Fernsehsender jedesmal das Bild unnötig strecken!
    D.h., die schwarzen Seitenstreifen werden einfach entfernt - dadurch wired der TV-Genuss jedesmal getrübt, weil das Bild verzerrt wird und die Köpfe teilweise abgeschnitten sind. Auch am Fernseher kann man - trotz Format-Umschalttaste - das nicht richtig oder nur teilweise korrigieren.
    "Liebe" Fernsehsender, korrigiert das bitte wieder.
    Mich persönlich stören die schwarzen Streifen links und rechts nicht...Antworten
  • hitparadenfan (geb. 1973) schrieb am 21.11.2016:
    hitparadenfan Wo wird was gestreckt ? Wo sind schwarze Ränder ? Die Serie wird im alten 4:3 Format ausgestrahlt und da ist es völlig normal das bei einem 16:9 Gerät das Bild in die Breite gezogen wird (es sei denn die Fernsehsender helfen nach und zimmern einen dicken Trauerrahmen um das Bild. Dann hat man auf einem 16:9 Gerät rechts und links diese scheusslichen Balken. Im übringen wird wenn das Bild etwas in die Breite gezogen auch nix vom Bild abgeschnitten, denn es sitzt niemand mit einer Schere im Gerät und schneidet an dem Band rum. Es wird alles gezeigt. Das ist wenn Du der Meinung bist, das was fehlt, eine Einstellungssache an deinem Fernsehgerät.Antworten
  • Fiede (geb. 2020) schrieb am 21.11.2015:
    Fiede Ist immerwieder wert anzuschauen! Super Streifen . . .Antworten
  • Sarah (geb. 1991) schrieb am 06.06.2015:
    Sarah Jetzt ist die ganze Familie Tetzlaff tod! :-( Schauspielerin Elisabeth Wiedemann starb leider am Mittwoch den 27.Mai2015. Jetzt leben noch Paar Gastschauspieler/innen Jochen Stern, Gisela Keiner ,Renate Schubert ,Marie Luise Marjan usw.
    Ich finde es schade das Schauspielerin Renate Schubert nur bis zum Jahr 1989 als Schauspielerin tätig war . Frau Fechner haben sie super gespielt. Ich ´bin die 3.Genarazion und finde es deswegen so schade das sie nicht mehr im Fernsehen zusehen sind ich kenne nur als Frau Fechner.
    Frau Wiedemann ich fand es klasse das sie bis ins hohe Alter vor der Kamara standen!
    Sie war die letzte überlende dieser Familie.Antworten
  • Stefan_G (geb. 1963) schrieb am 22.02.2016:
    Stefan_G Aber aber, liebe Sarah - "Generazion" schreibt man doch mit "t"...
    (nicht böse sein)Antworten
weitere Kommentare/Erinnerungen

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