1989. 28 tlg. US-Familienserie von Joshua Brand und John Falsey ("A Year In The Life"; 1987-1988).
Nach dem Tod der Mutter rückt die Familie Gardner in Seattle enger zusammen. Joe Gardner (Richard Kiley), nun Witwer, hat das Geschäft mit Plastikwaren aufgebaut, das sie wohlhabend gemacht hat. Die vier Kinder sind erwachsen und haben eigene Probleme: Anne (Wendy Phillips) ist nach dem Scheitern ihrer zweiten Ehe mit ihren Teenagern David (Trey Ames) und Sunny (Amanda Peterson) wieder ins Elternhaus gezogen. Linley (Jayne Atkinson) kämpft damit, ihre Rollen als Ehefrau des Patentanwalts Jim Eisenberg (Adam Arkin), Mutter eines Neugeborenen und erfolgreiche Vertreterin für das Familiengeschäft unter einen Hut zu bringen. Jack (Morgan Stevens) ist das schwarze Schaf der Familie, er hat noch nicht herausgefunden, was er mit seinem Leben anfangen will. Und Sam (David Oliver), der Jüngste, ist ein braver, konservativer Junge, der die wilde Kay (Sarah Jessica Parker) geheiratet hat. Dr. Alice Foley (Diana Muldaur) ist eine Freundin von Familienoberhaupt Joe.
Der Titel klingt nach Nullachtfünfzehn-Soap, aber die Serie von dem Autorenteam, das auch Ausgerechnet Alaska und Chefarzt Dr. Westphall erfand, war etwas Besonderes. Sie ragte nicht nur durch ungewöhnliche Plots oder schräge Ausgangssituationen aus dem Serienallerlei heraus, sondern auch dadurch, dass sie Freud und Leid im Alltag einer großen Familie mit Tiefe und Leichtigkeit, liebevollen Charakterzeichnungen und hervorragenden Schauspielern schilderte. Ein Schicksalsjahr kam leider bei den Kritikern besser an als bei der Masse der Zuschauer.
RTL zeigte die einstündigen Folgen mittags und trug somit seinen kleinen Teil dazu bei, dass dies auch in Deutschland eine der unterschätztesten Fernsehserien ist. Immerhin hat Sarah Jessica Parker ja später noch einen gewissen Bekanntheitsgrad durch Sex And The City erreicht.