62-tlg. dt. Krimiserie.
Graf Yoster (Lukas Ammann) ist Schriftsteller und schreibt Kriminalromane. Nebenbei löst er selbst Kriminalfälle. Dabei wird er von dem charmant-ruppigen Chauffeur Johann (Wolfgang Völz) unterstützt, der Yosters Rolls Royce fährt. Darin gibt es eine kleine Bar, die immer mit ausreichend Cognac gefüllt ist, falls man mal in einem Stau stecken bleibt. Der Graf ist ein vornehmer Mann, stets korrekt gekleidet, mit Melone und Regenschirm, der mit einem Naserümpfen die Einfallslosigkeit heutiger Verbrecher bedauert. Er unterhält gute Beziehungen zur Polizei und erfährt, egal wo er ist, fast alles, was er wissen will.
Johann hat schon zwei Karrieren hinter sich. Eigentlich heißt er Gotthold Weinhofer, war erst Konditor und dann Ganove. Die Kontakte aus dieser Zeit verhelfen zu den restlichen Informationen. Die Fälle, aus denen der Graf im Anschluss neue Bücher macht, führen in etliche Städte überall in Europa. Fast jede Folge beginnt damit, dass Johann vor dem Rolls Royce im Innenhof von Yosters Schloss steht und der Graf erscheint. "Wohin, Herr Graf?", fragt Johann, und der Graf antwort z. B.: "Nach Cannes, Johann." Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Falls befiehlt Yoster stets: "Nach Hause, Johann."
Die Frage nach Täter oder Motiv stand selten im Mittelpunkt der humorvollen Krimis, wichtiger war, auf welch kunstvollen Umwegen der Graf die Schuldigen dazu bringen würde, sich selbst zu entlarven. Oft genug hätte er schon nach fünf Minuten den Bösewicht verhaften lassen können, aber das hätte ihn vermutlich noch mehr gelangweilt als das Publikum. Liebevoll und manchmal selbstironisch brachten die Autoren den Grafen in abwegige Situationen, um ihn seine grenzenlose Contenance beweisen zu lassen. Johann, Chauffeur, Bodyguard und Mann fürs Grobe, war eine Traumrolle für Wolfgang Völz. Der Mann war ein Schlägertyp, der formvollendete Manieren gelernt hatte und sie jedem einprügelte, der sie vermissen ließ.
Die ARD sendete fünf Staffeln der humorvollen Krimiserie im regionalen Vorabendprogramm. Die Episoden waren anfangs 25 Minuten lang und schwarz-weiß, ab Folge 25 in Farbe. Die 14 Episoden der vierten Staffel hatten doppelte Länge und wurden in einigen Regionalprogrammen in jeweils zwei Folgen gezeigt.