Miniserie in 13 Teilen
Deutsche Erstausstrahlung: 18.09.1985 (Das Erste)
Die lustigen, traurigen, alltäglichen und nicht alltäglichen Geschichten um die religiöse Familie Levin und die liberalen Gutmans spielen im heutigen Berlin. Im Mittelpunkt dieser Serie stehen nicht die Leiden der jüdischen Bevölkerung in der Vergangenheit, wenngleich beide Familien an ihr tragen und ihr Leben durch sie beeinflusst wird. Anliegen der Serie ist es, dem Zuschauer das gegenwärtige Leben jüdischer Menschen unter uns nahe zu bringen. Die Geschichten um Leben und Sterben, um Alltage und Feiertage, um Freuden und Leiden, um Freundschaften und Konflikte der Levins und Gutmans wurden erfunden, damit wir an ihrem Leben teilhaben und auf diese Weise ein besseres Verstehen gegenüber den jüdischen Nachbarn ermöglicht wird. Großvater Sammy Levin liebt es, seine Familie kritisch zu befragen und eingehend zu be-raten. Die Familienmitglieder empfinden dies als Besserwisserei und Nörgelei. Dies führt wieder einmal zu einer Auseinandersetzung, die Sammy ganz unerwartet zum Anlass nimmt, ein neues Leben zu beginnen: Er zieht ins jüdische Altersheim. Schon bald verehrt ihn eine wachsende Zahl von Ratsuchen-den als "Gerechten". Wie neu geboren - eröffnet er außerdem zusammen mit Nadeshna, einer russischen Jüdin, ein Antiquitätengeschäft. Unterdessen sind der anfänglichen Erleichterung über Sammys Auszug bei der Familie schnell Gewissen und Bedauern gefolgt.
(RBB)