6 tlg. brit. Comedyserie von Roy Clarke, Regie: Harold Snoad ("Keeping Up Appearances"; 1990-1995).
Hyacinth Bucket (Patricia Routledge) weiß, was sich gehört, wenn man was Besseres ist. Die Erscheinung, das Auftreten, das Haus, alles muss perfekt sein, und bei ihrem schrecklichen Nachnamen legt sie Wert darauf, dass man ihn "Bouquet" ausspricht. Man will sich ja von den gewöhnlichen Leuten absetzen. Leider hat sie davon in ihrer Verwandschaft ein paar besonders peinliche Exemplare: ihre Schwestern, die männermordende Rose (Shirley Stelfox) und die hoffnungslos romantische, aber schlampige Daisy (Judy Cornwell) sowie deren Mann Onslow (Geoffrey Hughes), der seine Tage im verschwitzten Unterhemd mit Bierdose vor dem Fernseher verbringt.
Die drei tauchen todsicher immer dann bei Hyacinth auf, wenn sie gerade sorgfältig ein Candlelight-Dinner für den Pastor organisiert hat oder mit großem Einsatz versucht, die Nachbarn zu beeindrucken. Hyacinths Ehemann Richard (Clive Swift) erträgt die ewigen Vorwürfe seiner Frau augenrollend, die unsichere Nachbarin Liz (Josephine Tewson) wird von dem snobistischen Drachen terrorisiert, bis sie nur noch ein Nervenbündel ist.
In Großbritannien war die Serie, obwohl sie immer nur die gleichen Situationen variiert und Running Gags zitiert (in jeder Folge verschüttet Nachbarin Liz vor Aufregung Hyacinths Kaffee), ein langjähriger Erfolg: 40 Folgen und mehrere Specials wurden produziert. Auch in den USA kam die Frau gut an, die auch noch dem amerikanischen Klischee vom Engländer entsprach. In Deutschland verlor sich der Witz naturgemäß mit der Übersetzung.
Das ZDF zeigte die halbstündigen Folgen am späten Freitagabend.