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Das Beste aus dem Musikantenstadl.
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Deutsche Erstausstrahlung: 16.04.1983 (ARD)

Weiterer Titel: Silvesterstadl

Der „Musikantenstadl“ gehört seit 1981 zu den beliebtesten Live-Shows im deutschsprachigen Raum und wird vom österreichischen ORF in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Schweizer Fernsehen produziert. Die Sendung bietet die wohl populärste Fernsehbühne für volkstümliche Musik, auf der Solokünstler, Bands, Orchester und Chöre gleichermaßen das Publikum zum Klatschen und Mitschunkeln animieren. 24 Jahre lang wurde der „Musikantenstadl“ von dessen Gründervater Karl Moik moderiert, bis 1991 auch unterstützt von Erich Mathias „Hias“ Mayer, der mit seinen komödiantischen Einlagen ebenfalls große Beliebtheit erlangte. Seit 2006 führt Schlagersänger Andy Borg durch die Sendung, der hier bereits zuvor regelmäßiger Musikgast war. Die musikalische Leitung der Sendung oblag anfangs Wolfgang Lindner und seiner Band und wurde 2005 auf dessen Sohn Wolfgang Lindner jr. übertragen. Weiteres wichtiges Merkmal der Show ist das charakteristische Bühnenbild, das mit seinen zahlreichen Holzelementen einer großen Scheune nachempfunden ist. Das Publikum sitzt zum Teil auf klassischen Rängen, teilweise aber auch an großen Biertischen, zwischen denen auch ein Teil der musikalischen Darbietungen stattfindet. Die Show wird abwechselnd in verschiedenen Städten Österreichs, Deutschlands, der Schweiz und Südtirols produziert, sendete aber auch schon Sonderausgaben, die u.a. in Moskau (1988), Toronto (1994), Melbourne (1995), Kapstadt (1996), Disneyworld Orlando (1998), auf dem Platz vor dem Mittagstor in der Verbotenen Stadt in Peking (1999) sowie in Dubai (2001) aufgezeichnet wurden.

Cast & Crew

Moderation: Karl Moik (1981-2005), Hias Mayer (1981-1991), Andy Borg (2006-)

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Musikantenstadl Logo
Bild: ARD
Große Samstagabendshow mit Karl Moik und zahlreichen Gästen aus der Volksmusik, die ihre Lieder vortragen, während das Publikum schunkelt und mitklatscht.

Karl Moik gastierte mit dem Stadl in wechselnden Städten in Österreich und Deutschland. Die Reihe war bereits 1981 im Österreichischen Fernsehen ORF gestartet. Ab 1983 übernahm die ARD die Live-Show (anfangs noch samstagnachmittags) und hatte damit jahrzehntelangen Erfolg. Eine Ausgabe jedes Jahr produzierte nun der NDR.

Bis 1991 war Hias (Erich Mathias Mayer) als Maskottchen und ständiger Lustigkeitspartner Moiks dabei. Dann gab es Knatsch, weil Hias angeblich als Nachfolger Moiks im Gespräch war, während dieser Krach mit dem Unterhaltunsgchef des ORF hatte, und die beiden trennten sich. Hias' eigene BR Show "Hofbräuhaus" wurde nach nur drei Folgen abgesetzt. Erstmals 1989 und ab 1992 jährlich wurde am 31. Dezember der stundenlange Silvesterstadl bis kurz nach Mitternacht gezeigt. Im Rahmen des Silvesterstadls 1999 wurde Dagmar Berghoff auf dem Hamburger Rathausmarkt als Tagesschau-Sprecherin verabschiedet.

1988 machte der Stadl erstmals eine größere Reise und gastierte als erste westliche Fernsehshow im Moskau. Ab 1994 folgten weitere Gastspiele auf allen Kontinenten, u. a. 1994 in Kanada, 1995 in Australien, 1996 in Südafrika (Moik überreichte Nelson Mandela eine Sachertorte), 1998 in Florida und 1999 in China. Die Sendung wurde auf dem Platz vor dem Mittagstor in Peking aufgezeichnet und erreichte bei der Ausstrahlung im Chinesischen Fernsehen 600 Millionen Zuschauer, was nicht verwunderlich ist, denn die Chinesen hatten ja keine Ahnung, wer Stefanie Hertel und Stefan Mross sind.

Die Sendung aus Dubai kurz nach dem 11. September 2001 wollten ORF und ARD zunächst nicht ausstrahlen, und Moik drohte mit Rücktritt. Die Verantwortlichen ließen diese Gelegenheit verstreichen. Beim Gastspiel in Rostock sorgte Moik noch für Völkerverständigung und brachte alpenländische Blaskapellen mit norddeutschen Heimatsängern zusammen.

Im April 2004 geriet er dann nach einem Wutanfall in die Schlagzeilen. Patrick Lindner hatte im Musikantenstadl sein Lied "Bella Italia" in italienischer Sprache gesungen. Moik polterte scheinbar erzürnt: "Ich lad' dich ein nach Wien, und was singst du? Von den Spaghettifressern!" Lindner grinste verlegen und entschuldigte sich beim Publikum für den Moderator, während Moik weiterzeterte. In der Beichte bei Beckmann führte er diesen Aussetzer später auf die starke Medikamentierung in der Nachsorge seiner Not-Bypass-OP zurück, die während des Karnevals in Köln durchgeführt werden musste. Beckmann schenkte ihm daraufhin einen Korb mit italienischen Spezialitäten.

Nie ein Freund unnötiger Bescheidenheit, schätzte Moik seinen Einfluss so ein: "Volksmusik hat's vor mir gegeben und wird's nach mir geben. Aber ich habe den Stil verändert. Ich habe die Volksmusik aus dem so genannten Bierzeltmief herausgebracht." Zur Show kam eine eigene Zeitschrift auf den Markt, die "Stadlpost".

Inhaltsangabe: Das Fernsehlexikon, Stand: 2005
Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

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Kommentare, Erinnerungen und Forum
  • Fred FunkelFred Funkel(geb. 1965)schrieb am 04.03.2014:

    Ich war am 18.09.99 mit meiner Schwester im Musikantenstadl in der Olympiahalle. Jetzt würde ich sehr sehr gerne die Sendung meiner Schwester auf DVD schenken. Weiß jemand, wo man die beziehen kann?

    Danke!! vielen Dank

    antwortenantworten

  • ChiiChiischrieb am 20.09.2013:

    Hi,
    ich suche seit Jahren ein Lied vom Musikantenstadl aus den 90er Jahren.
    Es wurde von einer Frau gesungen der Refrain ging in etwa so 'Lieber Leierkastenmann, spiel dein Lied von anfang an, ich glaube daran und ich denke daran an den Leierkastenmann'.
    Ich glaube sie saß auf einem Ballen Stroh als sie das Lied gesungen hat ... naja, das ist alles was mir noch in Erinnerung geblieben ist.
    Vielleicht kann sich ja noch jemand daran erinnern und mir weiterhelfen.

    Lg Chii

    antwortenantworten

  • MonikaMonika(geb. 1964)schrieb am 19.09.2013:

    Der Musikantenstadl war in den 80ziger und 90ziger Jahren sehr gut. Es ist nicht nur dem Herrn Moik, Hias und seinem Team zu verdanken, daß diese Sendung zu damaliger Zeit wesentlich besser war als heute. Damals waren spitzen Musikgruppen und wesentlich hochwertigere Musik dabei als heute. Ich denke nur an die vielen Oberkrainergruppen allen voran Slavko Avsenik.!!!..... Michelic, Goldried-Quintett, Franz Kittl und seine Salzburger Musikanten usw., sowie auch Blasmusikgruppen die alle mit schönen Melodien zum Gelingen beitrugen. Heute kann ich den MS auch nicht mehr anschauen, weil zu viel Show über die Bühne geht und nicht die Musik im Vordergrund steht. Vielleicht sollte man überlegen ob man dieses Schlagergetüdel (was sich fast alles gleich anhört) sowie auch die Schlagerinterpreten (die seit Jahren immer die gleichen sind)
    durch hochwertigere Musik aber im Volksmusikbereich ersetzt. Es heißt ja auch 'Musikantenstadl' und nicht 'Schlager-, Jazz- oder Rockstadl' .

    antwortenantworten

  • GerhardGerhard(geb. 1958)schrieb am 03.01.2014:

    Auch mir fiel die Veränderung spätestens seit dem Sylvesterstadl auf.
    Die Sendung amerikanisiert sich zusehend.
    Zahlreiche englischsprachige Interpreten, die alberne Nachahmung der "Kiss Cam" und deutsche Interpreten, die englisch singen.
    Das alles wird dem Stadl nicht gerecht und verfälscht die Sendung.
    Über einen Mangel an Englisch kann sich übrigens weder in Österreich noch in Deutschland beschwert werden.

    antwortenantworten

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