1986-1988. "Die Praktiken des Dr. Wittkugel". 21-tlg. DDR-Arztserie von Gerhard Jaeckel, Regie: Peter Hill.
Dr. Alexander Wittkugel (Alfred Struwe) ist Zahnarzt in einer staatlichen Zahnarztpraxis in Berlin. Er hat selbst Angst vor dem Zahnarzt und ist häufig etwas ungehobelt und selbstgefällig, dann muss Schwester Victoria "Häppchen" Happmeyer (Helga Piur) einspringen und zerschlagenes Porzellan kitten. Sie ist für Wittkugels fast erwachsene Tochter Sabine (Kristiane Kupfer, später: Claudia Wenzel) so etwas wie eine Ersatzmutter und wäre auch gern für Wittkugel etwas mehr als nur seine Assistentin. Wittkugel hätte gern, dass Sabine was Anständiges lernt, doch sie will unbedingt auch Zahnmedizin studieren.
Kollege und häufiger Gegenspieler in der Praxis ist der Zahntechnikermeister Martin Opitz (Victor Deiß), auch die Freundschaft zu dem Tierarzt Dr. Oswald Baumann (Günter Grabbert) ist nicht frei von Spannungen. Dr. Post (Solveig Müller) vertritt Wittkugel bei Bedarf. In der zweiten Staffel wechseln Wittkugel und Häppchen vorübergehend an die große Poliklinik. Zu Beginn der dritten Staffel sieht Wittkugel widerwillig ein, dass er Häppchen tatsächlich mag, und lässt sich auf eine Ehe auf Probe mit ihr ein. Am Ende der Serie wird er zum Medizinalrat ernannt.
Die humorvolle Serie mit unangepassten, realitätsnahen Hauptfiguren war beliebt und brachte es auf drei Staffeln. Sie lief freitags um 20.00 Uhr, ab 1988 auch bei RTL und wurde in den Dritten Programmen wiederholt. Außer der 21-teiligen Fassung mit einstündigen Folgen lief vom November 1989 bis August 1990 auch eine mit 43 halbstündigen Folgen.