Serienpreview: "Human Target"
von Ralf Döbele
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Human Target
"Human Target"
"Human Target" war schon einmal eine Serie - nur, dass nur wenige Zuschauer es mitbekamen. Unter dem deutschen Titel "Die Maske" spielte der Sänger Rick Springfield 1992 in der Adaption der gleichnamigen Comicbuchserie für ABC den Vietnamveteran, Bodyguard und Privatdetektiv Christopher Chance. Der konnte sich, unter Zuhilfenahme von High-Tech-Methoden, in seine Klienten verwandeln und das Feuer potentieller Angreifer auf sich ziehen. Gerade einmal sieben Episoden hielt das Format damals durch. Nun, achtzehn Jahre später, hat FOX einen neuen Versuch gestartet mit Mark Valley als Hauptdarsteller. Valley dürfte Serien-Fans spätestens seit seinen drei Staffeln bei der Anwalts-Dramedy "Boston Legal" ein Begriff sein. Die neue Adaption nutzt die Comic-Vorlage viel weniger als die Vorgänger-Serie und aus dem Privatdetektiv wurde nun der Partner in einer privaten Sicherheitsfirma. "Human Target" feierte am 15. Januar auf FOX Premiere und der Sender versuchte dem Format durch die gemeinsame Platzierung mit "American Idol" einen prominenten Start zu verschaffen. Dies gelang zunächst auch, die ersten Episoden wurden von sieben bis zehn Millionen Zuschauern verfolgt.

Mark Valley in Human Target
Mark Valley als "Christopher Chance"
Christopher Chance (Mark Valley, "Boston Legal") hat alles unter Kontrolle. Ist er eine gefesselte Geisel, dann befreit er sich. Hat der Geiselnehmer eine Bombe, dann weiß Chance, dass es sich gar nicht lohnt, den Typen zu entwaffnen. Schließlich sind die Wände dick genug um die Explosion abzufangen und der selbstgebastelte Zünder hat eine Verzögerung von drei Sekunden. Ganz so zufrieden wie Chance mit sich selbst ist dessen Partner Winston (Chi McBride, "Pushing Daisies") nicht. Wie soll die Sicherheitsfirma der beiden überleben, wenn Chance launig eine 25 Jahre alte Flasche japanischen Whiskeys als Zahlungsmittel akzeptiert? Winstons Aufgabe ist eigentlich zweigeteilt: Er muss Chance Arbeit finden und dann gleich noch sicherstellen, dass der sich bei der Ausübung des Auftrags nicht umbringt.

Den nächsten Fall hat er bereits in Land gezogen und Chance will sich keinesfalls noch weiter von seinen bei der Explosion erlittenen Verletzungen erholen. Stephanie Dobbs (Tricia Helfer, "Battlestar Galactica") und ihr Ehemann James (Adrian Hough) sind besorgt. Schließlich entging Stephanie nur knapp einem Mordversuch. Das Attentat hat vermutlich etwas mit dem Start des ersten amerikanischen "Bullet Train" zu tun, einem Hochgeschwindigkeitszug der die Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles in neuer Rekordzeit zurücklegen soll, und den Stephanie für die Firma McNamara entworfen und konstruiert hat. Chance soll den Killer hervorlocken und stellen. Als Tarnung gibt er sich als Stephanies neuer Japanisch-Dolmetscher aus und weicht während der Jungfernfahrt des Zuges nicht von ihrer Seite.

Chi McBride in Human Target
Winston (Chi McBride)
Schnell zeigt sich, dass der Killer tatsächlich an Bord ist. Nur im letzten Moment realisiert Chance, dass Stephanies Drink vergiftet wurde. Um den Unbekannten herauszufordern schließt er sich mit der Geschäftsfrau in einem leeren Zugwaggon ein. Dort gesteht sie ihm, dass sie Mark Hoffer, einem Zeitungsreporter aus Sacramento gestanden hatte, dass beim Zugbau an Sicherheitsmaßnahmen gespart wurde. Nach der Veröffentlichung eines entsprechenden Artikels hatte Stephanies Arbeitgeber McNamara keine andere Wahl als die Maßnahmen zu finanzieren. Hoffer wurde inzwischen getötet, mit der gleichen Art Bombe, die gerade noch rechtzeitig unter Stephanies Auto entdeckt worden war. Hat also McNamara etwas mit den Angriffen zu tun?

Lange kann Chance diese Information nicht verarbeiten, einer der Ober an Bord stürzt sich mit vorgehaltener Waffe ins Abteil. Chance, oder besser gesagt dessen kugelsichere Weste, fängt die Patronen ab. Doch nachdem er und Stephanie in das nächste Abteil geflüchtet sind merkt die, dass jemand die Notbremsen des Zuges unsachgemäß betätigt hat. Sobald der Zug vor der nächsten, größeren Kurve in einem Tunnel die Geschwindigkeit reduziert, werden die Bremsen komplett überlastet und der Zug entgleisen. Bei dem Versuch die anderen Passagiere zu warnen kommt es zur letzten, tödlichen Konfrontation mit dem Attentäter und zu der Erkenntnis, dass der Auftraggeber der Anschläge nicht nur bei McNamara zu suchen ist, sondern auch an Bord des Zuges, von wo aus er die Befehle gibt.


Fortsetzung