von Ralf Döbele
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| "Spartacus: Blood and Sand" |
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| Der noch namenlose Krieger verabschiedet sich in Thrakien von seiner Frau. |
In den bunten und extrem computeranimierten Hügeln von Thrakien verabschiedet sich ein namenloser Krieger (Andy Whitfield) von seiner Ehefrau Sura (Erin Cummings). Er und seine Gefolgsleute haben sich in den Dienst der römischen Armee gestellt, mit der sie zusammen in den Krieg gegen die Geten ziehen werden, die das Volk der Thraker ständig bedrohen. Sura ist verängstigt. In einem Traum sah sie ihren Mann geschlagen vor einer roten Schlange niederknien. Ein böses Omen? Der Soldat zieht jedoch mit seinen Landsmännern in die Schlacht und die Krieger erringen einen blutigen Sieg über den Feind. Tolle Leistung! Das findet auch der römische Legat Claudius Glaber (Craig Parker), der sich den Sieg prompt auf seine eigene Fahne schreibt.
Gleichzeitig nimmt Claudius die Thraker aber nicht wirklich ernst. Für ihn sind sie nur Mittel zum Zweck. Er ignoriert die Warnungen des Kriegers, dass sich die Geten nach Westen auf die thrakischen Dörfer zu bewegen. Unter Einfluss seiner aufreizenden und machtbewussten Frau Ilithyia (Viva Bianca) lässt Claudius seine Truppen lieber gen Osten in eine aussichtsreichere Schlacht marschieren. Ehre ohne Schmutz und Anstrengung? Wieso nicht! Der thrakische Krieger fühlt sich verraten und verlässt die Truppen um seine Frau vor der herannahenden Gefahr zu retten. Aber er weiß, dass er damit zum Verräter wird und sein eigenes Leben den Römern quasi ausliefert.
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| Sura wird dem Krieger entrissen und in die Sklaverei verkauft. |
"Spartacus: Blood and Sand" versucht aus der Not eine Tugend zu machen. Offensichtlich ist das Budget weitaus geringer als bei "Rome" oder den "Tudors". Von Anfang an sind sämtliche Hintergründe der Außenszenen computergeneriert und gespickt mit surrealen Elementen, die sicher absichtlich an den Graphic Novel-Stil von "300" erinnern. Doch das Ganze wirkt weitaus billiger als beim großen Leinwand-Bruder und irgendwie formen sich diese überstilisierten Landschaften, Schlachtfelder und Städte nie wirklich zu einer geschlossenen Welt, an deren Existenz man auf physischer oder emotionaler Ebene glauben könnte. Vielleicht ist ein Problem auch, dass diese Überzeichnung nicht konsequent durchgehalten wird. So gibt es eine klare Trennung zwischen innen und außen. Sämtliche Szenen in Kammern, Zelten oder Verließen bestehen einfach nur aus recht einfallslosen Sets, die nicht zu der äußeren Opulenz passen wollen. Stattdessen wird jeder Blutspritzer auf dem Schlachtfeld oder in der Arena zu einer fünfminütigen, in Zeitlupe ablaufenden Eruption, die zeitweise solche Ausmaße annimmt, dass man versucht ist den Teppich vor seinem Fernseher vorsichtshalber mal in die Reinigung zu bringen.
Fortsetzung


















