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Fr, 20.04.2012: 20.15 Uhr

Gelobtes Land (1+2) - Der differenzierte, britische TV-Vierteiler über den Nahostkonflikt
Gelobtes Land (1+2) - Der differenzierte, britische TV-Vierteiler über den Nahostkonflikt
Gelobtes Land
Bild: ARTE F / Baruch Rafic
arte

Peter Kosminsky hat sich als Regisseur von sensibel beobachteten und milieugetreuen Politdramen einen Namen gemacht. Der Brite hat mit "Dschihad in the City" und "Warrior - Einsatz in Bosnien" außergewöhnlich differenzierter TV-Mehrteiler inszeniert, die in den aktuellen politischen wie gesellschaftlichen Diskurs einstimmen und sich nicht scheuen, heiße Eisen anzufassen.

Der Vierteiler "Gelobtes Land" widmet sich dem Nahostkonflikt. Als Eliza nach Israel muss, um ihren Militärdienst abzuleisten, wird sie von ihrer Freundin Erin (Claire Foy) begleitet. Die junge Britin will ein Jahr mit Elizas Familie in Haifa verbringen und beginnt mit der Lektüre des Tagebuchs ihres Großvaters, der als britischer Soldat nach dem Zweiten Weltkrieg vor Ort die Gründung des Staates Israels und den noch immer andauernden Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern miterlebte. Während Erin ihrerseits Erfahrungen mit dem Alltag in Krisenregion sammelt, erzählt "Gelobtes Land" parallel die mehr als 60 Jahre zurückliegende Geschichte von Großvater Len (Christian Cooke).

Wie in seinen vorherigen Regiearbeiten verzichtet Kosminsky auf eine eindeutige Parteinahme, plädiert für Verständnis für den jeweils Anderen und skizziert die Gründe für und die Lebensumstände während des nach wie vor schwelenden Konflikts.

Boris Klemkow/wunschliste.de

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