Sa, 07.07.2012: 22.50 Uhr
"So finster die Nacht" - Ein schwedischer Vampirfilm, der sich wirklich lohnt

Wer aus nachvollziehbaren Gründen bei der bloßen Erwähnung von Vampiren abwinkt, immerhin sind diese - rein medial - in den letzten Jahren allgegenwärtig, dem sei trotzdem das skandinavische Ausnahmewerk ans Herz gelegt, denn "So finster die Nacht", der mittlerweile auch fürs US-Kino geremaket wurde, ist weit mehr als ein weiteres blutleeres Teeniedrama.
Der kleine Oskar (Kare Hedebant) lebt mit seiner Mutter in einem anonymen Hochhaus in Stockholm und ist in der Schule das geborene Opfer für die fiesen Attacken seiner Mitschüler.
In der blassen und dazu auch noch übelriechenden Eli (Lina Leanderseon), die ihm eines nachts barfuß auf dem schneebedeckten Klettergerüst begegnet, scheint er eine Gleichgesinnte gefunden zu haben. Während Elis älterer "Mitbewohner" auf seinen Streifzügen in der Polarnacht wiederholt Menschen attackiert und grausam zurichtet, freunden sich die beiden nur scheinbar Gleichaltrigen miteinander an. Eine traurige, sensibel beobachtete und stellenweise schockierende Genremixtur aus Horror und Coming of Age, die von Einsamkeit und den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens erzählt, ohne ausgetrampelte Pfade zu beschreiten.






























