Serienpreview: "V"

Außerirdische Besucher als Erlöser der Menschheit
Bild: ABC

"V" wird Ihnen präsentiert von den Buchstaben R,E,M,A,K,E. Mit diesem, doch recht treffenden Witz, konterte ein Bekannter von mir meine Vorfreude auf die neue ABC-Serie. Sicher, "V" gab es schon einmal, Mitte der 80er Jahre. Passend zur Video-Welle wurden deutsche Rekorder-Besitzer mit der ersten Mini-Serie in fünf Teilen beglückt, die eigentlich zwei unterschiedliche Mini-Serien aus den Staaten war: "V" und "V - The Final Battle". Darin tauchten gigantische Mutterschiffe über den großen Metropolen der Welt auf. Die darin reisenden "Besucher" versprachen der Menschheit Wissen und Heilmittel für ihre schlimmsten Krankheiten, im Austausch für bestimmte Chemikalien, die auf der Heimatwelt der Aliens dringend gebraucht wurden. Dass die Besucher die gesamte Erde in einen großen Polizeistaat verwandeln würden und sich unter ihrem menschlichen Antlitz eigentlich reptilienartige Wesen verbargen, stellte sich erst nach und nach heraus. Die Mini-Serien waren für den US-Sender NBC seinerzeit ein großer Erfolg, die darauf folgende Serie dann aber nicht mehr: zu klein, zu verrückt, zu trashig, nach 19 Folgen eingestellt. Doch die Besucher hatten eine weltweite Fangemeinde gefunden, die sich seit Jahren eine Fortsetzung wünscht.

Statt einer Fortsetzung ist es nun eben eine Neuauflage geworden. "V" tritt damit in die Fußstapfen der erfolgreichen Reinkarnation von "Battlestar Galactica" und den weniger erfolgreichen Wiedergeburten von "Bionic Woman" oder "Knight Rider". Wieder schweben gigantische Mutterschiffe über den Metropolen der Welt, aber natürlich mit entsprechend modernerem Antlitz. Alle Protagonisten sind neu, ebenso der Handlungsansatz: "4400"-Produzent Scott Peters verarbeitete die Vision des damaligen Serien-Erfinders Kenneth Johnson zu einem modernen Mystery-Thriller, der sich weniger am beißenden "Galactica"-Realismus orientiert, als an Serien wie "Lost" oder dem neuen "FlashForward". Der Pilotfilm beeindruckt dabei durch das glatte Styling und das sehr schnelle spannende Voranschreiten der Handlung. Trotzdem entstehen durch die Konzeption der ersten Folge einige Probleme, die für die Verantwortlichen möglicherweise recht schwer zu lösen sein könnten.

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18.11.2009 - Ralf Döbele/wunschliste.de

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