
Nicht erst seit "Dexter" ist Schauspieler Michael C. Hall Serienfans ein Begriff. Bereit in "Six Feet Under" hat er sich als Leichenbestatter David Fisher für skurrile, unkonventionelle Rollen qualifiziert. In "Dexter" spielt der 38-jährige gar einen Serienmörder, der seine Taten nach außen perfekt zu vertuschen versteht. In einem internationalen Telefoninterview beantwortete er jetzt Fragen zur derzeit in den USA laufenden vierten Staffel sowie zur Serie allgemein. Für wunschliste.de stellte Ralf Döbele die Fragen.
Amerikaner empfinden eine Faszination für Serienkiller, die es so in Europa nicht wirklich gibt. Weshalb kommt "Dexter" trotzdem auch in Europa so gut an?
Michael C. Hall: Sicher, sieht man die Serie mit größerem Abstand, quasi durch einen Filter, als Produkt einer Kultur, die nicht die eigene ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir alle eine Art Blutdurst haben. Das ist etwas Fundamentales. Es kommt in verschiedenen Menschen unterschiedlich zum Ausdruck, aber wir alle haben diesen Schatten, den wir mit uns herumtragen. Und ich glaube es spricht die Leute an, wenn wir diesen Schatten auf eine Art und Weise beleuchten, die über das pure Töten hinausgeht. Man könnte ja sogar argumentieren, dass Dexter durch seine Taten mehr Morde verhindert, als er selbst begeht. Aber würde Dexter nicht diese bestimmte Gruppe von Menschen töten, sich nicht an den Kodex seines Vaters halten, dann würde niemand die Serie anschauen. Das ist der Schlüssel.
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