
Der Ex-"Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert hält Nachrichtensendungen im Privatfernsehen für überflüssig: "Also, ob ich nun auf RTL oder ProSieben Nachrichten sehe oder nicht - für mich ist das nicht wichtig. Denn das, was im Privaten an Nachrichten gesendet wird, ist doch sehr bunt und sehr krawallig", so Wickert im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Der Verkauf des ProSiebenSat.1-Nachrichtensenders N24 war seiner Ansicht nach "das Beste, was man machen konnte". Unter dem neuen Eigentümer Stefan Aust werde sich der Sender "zum Positiven hin entwickeln".
Positive Resonanz erntete Wickert auf seine Kritik an ARD und ZDF. Im November hatte der Moderator in einem Beitrag für die "FAZ" unter anderem die "sprachliche Verlotterung" der "Tagesschau"- und "heute"-Nachrichtenautoren und das fehlende Bewusstsein für den öffentlich-rechtlichen Programmauftrag beklagt (wunschliste.de berichtete): "Zuschauer haben mich zugeschüttet mit Zustimmung. Auch aus den Sendern wurden meine Aussagen oft, hinter vorgehaltener Hand, unterstützt. Natürlich kam auch der offizielle Widerspruch. Doch es hat sich einiges geändert. Diejenigen, die über Themengewichtung und Sondersendungen zu politischen Ereignissen entscheiden, denken seit der Kritik mehr darüber nach, welche Themen sie in welcher Form platzieren. Und das finde ich prima."
Nicht allzu enthusiastisch kommentiert Wickert die Verpflichtung des Sender-Neuzugangs Günther Jauch: "Wenn die ARD meint, sie braucht Jauch, dann ist das so. Was ich bedauere ist, dass in der ARD zu wenige Moderatoren aufgebaut werden, aus denen später mal Jauchs oder Harald Schmidts werden könnten. Heute wird zu häufig nur nach Leuten gesucht, die nur gefällig sind."
Kooperationen mit Privatsendern - wie bei "Unser Star für Oslo" - begrüßt Wickert: "Ich finde es richtig, dieses Herunterschauen der Öffentlich-Rechtlichen auf die Privaten abzubauen. Vielleicht trägt diese Kooperation dazu bei. In den Privaten gibt es ja gute Sendungen: RTL hat beispielsweise 'Spiegel TV', es gibt gute Dokumentationen auf Vox und Pro Sieben. Und ich bin ein ganz großer Fan von "24" und "Mad Men". Diese US-Serien laufen nicht im Öffentlich-Rechtlichen, obwohl deren Qualität meist über dem liegt, was ARD und ZDF selbst produzieren."
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Er hat ja Recht; die mit tösenden Blockbuster-Werbung-ähnlichen Sounds eingeleitete Pro7-Newstime ist ein Witz, von Sat.1 und RTL reden wir gar nicht erst, und RTL II setzt dem Irrsinn...
juminschrieb am 10.08.2010, 07.53 Uhr: via tvforen.de
Recht hat er ...wenn man durch zappen eine sogenannte Newssendung erwischt, sträuben sich die Nackenhaare. Dann lieber KEINE ! mfG Klas
klasschrieb am 10.08.2010, 07.49 Uhr: via tvforen.de
Das Privatfernsehen ist überhaubt überflüssig geworden SAT 1 und RTL 2 ist besonders für die Tonne
lanceschrieb am 10.08.2010, 00.37 Uhr: via tvforen.de
Das ist der wichtigste Satz in Wickerts Ausführungen.
kleinbiboschrieb am 09.08.2010, 23.53 Uhr: via tvforen.de
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