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Nico Hofmann dreht fiktionale "Hitler"-Serie

von Michael Brandes in News national
(09.10.2012, 11.56 Uhr)
Weitere historische Dramen sollen folgen
teamworx
Nico Hofmann dreht fiktionale "Hitler"-Serie/teamworx

Nach dem erfolgreichen Zweiteiler  "Der Turm" planen Nico Hofmann und Jan Mojto jetzt eine fiktionale TV-Serie über Adolf Hitler. Den Geschäftsführern der Produktionsfirmen teamWorx und EOS/Beta Film schwebt ein Achtteiler vor, der auf der Biographie "Hitlers erster Krieg" des Historikers Thomas Weber basiert.

Die Serie soll eine Zeitspanne von gut 30 Jahren umfassen, beginnend mit dem Ersten Weltkrieg 1914 und endend mit Hitlers Tod 1945. Geplant sind acht einstündige Folgen, in denen Niki Stein Regie und Drehbuch übernimmt. Als Co-Autor wurde Hark Bohm engagiert. Gedreht wird die "Hitler"-Serie für den internationalen Markt in englischer Sprache.

Gemeinsam arbeiteten Hofmann und Stein zuletzt unter anderem an der umstrittenen "Rommel"-Verfilmung mit Ulrich Tukur, die am 1. November im Ersten ausgestrahlt wird. Rommels Nachfahren hatten ebenso wie eine Historikerin die Darstellung des "Wüstenfuchses" im Drehbuch als zu negativ empfunden. Hofmann verteidigte den "Rommel"-Film und will in der Recherche zur "Hitler"-Serie auf ähnliche Weise vorgehen: "Das gesamte Projekt wird - wie bereits bei unserer 'Rommel'-Verfilmung - sehr analytisch den neusten Stand der historischen Forschung wiedergeben. Dafür bürgt nicht nur unser historisches Beratergremium, sondern vor allen Dingen Thomas Webers Buch, das insgesamt bei Wissenschaftlern als Meilenstein in der historischen Arbeit über Hitler gilt."

An der Frage, ob sich Hitler für das Fernsehen fiktional aufbereiten lässt, hegt Hofmann keine Zweifel: "Wir denken - nach Joachims Fests Hitlerbiografie und dem  'Untergang' - ja. Thomas Webers ausführliche und fundierte Recherche gibt Möglichkeit zur neuen, kritischen Introspektion in Hitlers psychologischen Hintergrund und seinem Werdegang als Verführer des Bösen." Insbesondere die Verführung, auch der bürgerlichen Schichten, werde im Mittelpunkt stehen.

"Hitler selbst bleibt in den meisten neueren Versuchen, das Dritte Reich, Krieg und Genozid zu erklären, seltsam inhaltsleer", findet Weber, der das Serienprojekt als wissenschaftlicher Berater begleitet. "Das zu ändern soll und muss unser Anspruch an eine neue Serie über Hitler sein. Nur wenn wir Hitlers Selbstfindung, seine persönlichen Talente und Schwächen, seine kalte Grausamkeit und seinen persönlichen Charme, seinen Werdegang und die Entwicklung seiner sozialen Beziehungen ernst nehmen und nicht versuchen, ihm seine Wucht zu nehmen, die er auf viele Deutsche ausgeübt hat, können wir die Wechselwirkung Hitlers und der Deutschen erklären."

Hofmann und Mojto kündigen außerdem den Dreh von zwei weiteren historischen Serien an. Von der federführenden  "Weissensee"-Autorin Annette Hess stammt "Berlin Kurfürstendamm", die Geschichte von drei jungen Frauen in der Aufbruchzeit Berlins in den 1950er Jahren. Die zweite historische Serie "Die Ärzte" spielt Ende des 19. Jahrhunderts im Klinikum Charité Berlin-Mitte. Dorothee Schön ("Frau Böhm sagt nein") arbeitet bereits an den Drehbüchern.


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