
Es ist lange her, seit sich US-Kritiker derart vor Begeisterung über ein neues Format überschlagen haben. "Girls" sei revolutionär, frisch, ambitioniert, frech, realistisch, you name it! HBO scheint ein neuer Coup gelungen und der trägt einen Namen: Lena Dunham. 2010 feierte die damals 22-jährige einen ersten Erfolg mit ihrem Debütwerk "Tiny Furniture"", bei dem sie Regie führte, das Buch schrieb und auch die Hauptrolle übernahm. Der Film erregte die Aufmerksamkeit der HBO-Verantwortlichen, die Interesse an einer neuen Serie bekundeten. Die sollte Frauen aus Dunhams Generation in einem realistischen Licht zeigen und teilweise auf den eigenen Erfahrungen der Filmemacherin basieren. Doch ist Hannah Horvath, die Hauptfigur, auch hier verkörpert von Dunham selbst, tatsächlich die "Stimme ihrer Generation", wie sie im Opiumrausch ihren Eltern verkündet? Und falls ja, wie würde es demnach um die jungen Frauen in New York heute stehen? Die Antworten, die "Girls" auf diese Fragen bietet, dürften den meisten von ihnen kaum gefallen. Vielen Serienfans allerdings ebenso wenig.
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