
CBS schickt einen neuen Krimi an den Start - und in China fällt ein Sack Reis um. Beides gehört zum Alltag, schließlich steht der Sender auch nach mehreren Cop-Flops noch immer hauptsächlich für Hochglanzproduktionen in dem Genre, das dem Network im vergangenen Jahrzehnt die größten Quotenerfolge einbrachte. Warum waren im Vorfeld von "The 2-2" die Erwartungen dennoch recht hoch? Vielleicht lag das vor allem an einem Namen: Robert de Niro. Die Hollywood-Legende legte hier als Produzent höchstpersönlich Hand an, verkaufte das Drehbuch von Richard Price ("The Wire") an CBS. Mit James Mangold ("Walk The Line") konnte außerdem ein profilierter Leinwandregisseur für den Piloten gewonnen werden, der das hochkarätig besetzte Drama, das später in "NYC 22" umbenannt wurde, von der ersten Folge an ins rechte Licht rücken sollte. Doch wer bei De Niro automatisch beißenden Realismus, schmutzige Straßen und kantige Figuren erwartet, wird hier maßlos enttäuscht. "NYC 22" weiß von Anfang an nicht so recht, was es eigentlich sein will - was es nicht ist, wird dagegen äußerst schnell deutlich.
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