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Frank Elstner - Ein Fernsehmacher wird 75

Frank Elstner - Ein Fernsehmacher wird 75

von Glenn Riedmeier (08.04.2017)
Frank Elstner - Ein Fernsehmacher wird 75
Wetten, dass..?
Frank Elstners größter Erfolg ist zweifelsohne "Wetten, dass..?", das insgesamt 33 Jahre die größte Samstagabendshow Europas war. Das Konzept erfand Elstner nach eigener Aussage innerhalb von zwei Stunden in einer schlaflosen Nacht - nachdem er monatelang durch die Welt gereist war und europäisches und amerikanisches Fernsehen studiert hatte, um für das ZDF eine Idee für eine große Show zu entwickeln. Die erste Ausgabe lief am 14. Februar 1982 und erreichte 17 Millionen Zuschauer. Bereits die erste Sendung überzog um 43 Minuten, was zum Markenzeichen der Show werden sollte. Elstner selbst moderierte die Show bis 1987 insgesamt 39 Mal, bevor er die Moderation an Thomas Gottschalk übergab.

Während der Elstner-Ära durften noch alle prominenten Gäste zu jeder Wette ihre Stimme abgeben und auf diese Weise Punkte sammeln, so dass ein durchgehendes, zusammenhängendes Spiel über die ganze Sendung hinweg gespielt wurde. Wettkönig wurde schließlich der Spieler, der am häufigsten richtig lag. Parallel tippten auch Fernsehzuschauer zu Hause per TED den Wettausgang. Frank Elstner veranstaltete zunächst einen Talk mit allen prominenten Gästen, bevor alle Wetten nacheinander stattfanden. In der Premierensendung war schon mehr als eine Stunde vergangen, bis es überhaupt zur ersten Wette kam. Die Prominenten saßen noch nicht auf einer großen Couch, sondern auf Einzelsesseln und hatten vor sich eine Anzeige, auf der aufleuchtete, welchen Wettausgang sie per Knopfdruck tippten.

Die Erklärung der Spielregeln, die komplizierter waren als gedacht, trug ihr Übriges dazu bei:


Besonderes Lob brachte Frank Elstner sein Umgang mit Aktivisten ein, die während der Sendung im Dezember 1984 live mit einem Transparent vor die Kamera rannten, auf dem stand: "Nicht wetten, Donauauen retten." Als das Sicherheitspersonal sie von der Bühne zerren wollte, schritt Frank Elstner ein und sagte: "In meinem Studio wird keiner rausgeschmissen!" Die Demonstranten trugen ihr Anliegen vor, das sich an den österreichischen Bundeskanzler Fred Sinowatz richtete, einen der Wettpaten. Frank Elstner sicherte ihnen eine Aussprache hinter den Kulissen zu und führte anschließend die Sendung fort. Diese Souveranität wurde zu einem Musterbeispiel für Moderatoren in vergleichbaren Situationen.

Unter Thomas Gottschalk wurde das Konzept später aufgelockert. Die Show kam anfangs acht und später sechs Mal pro Jahr um 20.15 Uhr live aus großen Hallen in verschiedenen Städten.

Nase vorn und Co.
Neben "Wetten, dass..?" stand Frank Elstner in den 1980er Jahren für weitere ZDF-Formate vor der Kamera. "Wir stellen uns" (1983-1992) war eine von Elstner moderierte Diskussionsrunde, in der Zuschauer Fragen an ZDF-Programmverantwortliche stellten. In der Interviewreihe "Die stillen Stars" (1986-1994) besuchte er Nobelpreisträger zu Hause oder an ihren Arbeitsplätzen. Wenig erfolgreich war hingegen die Show "Nase vorn", die 1988 Elstners neue große Samstagabendshow mit einem Nashörnchen als Maskottchen werden sollte. Doch die Sendung wurde zum ersten großen Flop des Showmasters. Im Mittelpunkt sollten Menschen stehen, die in irgendeiner Form die "Nase vorn" hatten - sei es durch durch vorbildliche Aktionen, besondere Leistungen oder kuriose Erfindungen, wie etwa ein Bett mit Loch, durch das man einen Arm stecken kann, damit man nicht mehr auf ihm liegen muss. Die Zuschauer im Saal konnten mit Taschenlampen darüber abstimmen, wer ihrer Meinung nach wirklich die "Nase vorn" hatte. Der Gewinn im Finale richtete sich dann nach den Beträgen hinter grauen Feldern, die der Kandidat aufrubbelte.

Auch die Zuschauer zu Hause konnten mitspielen: Im Vorfeld wurden an über 30 Millionen Haushalte Rubbelkarten verschickt, von denen die Zuschauer im Lauf der Sendung bestimmte Felder aufrubbeln mussten. Einige von ihnen fanden dann eine geheime Nummer, mit der sie in der Sendung anrufen konnten. Immer wenn jemand am Apparat war, durfte der Siegerkandidat im Studio ein weiteres Feld aufkratzen. Danach musste er sich entscheiden, ob er riskieren wollte, weiterzuspielen. War nämlich kein Anrufer mehr in der Leitung, verlor er sein bisher erspieltes Geld. Zum Ende der Show gab es ein Pferderennen, das von Außenreporter Werner Hansch kommentiert wurde. Ins Finale kam derjenige Gast oder Kandidat aus dem Publikum, dessen Pferd gewann.



Die wenigsten Zuschauer verstanden die Spielregeln, die im Verlauf der insgesamt 13 Ausgaben diverse Male geändert wurden. Die Einschaltquote der ersten Folge lag noch bei 21,8 Millionen Zuschauern mit 54 Prozent Marktanteil, doch im Laufe der Zeit halbierte sich die Reichweite. Nach anhaltender Kritik, auch aufgrund der Zusammenarbeit des ZDF mit der Deutschen Post, wurde das Format schließlich nach zwei Jahren beendet.

Auch Elstners letzte Produktion für das ZDF, "Elstner und die Detektive", blieb hinter den Erwartungen zurück. Dabei handelte es sich um ein Versteckspiel im Fernsehen. Elstner und ein Prominenter versteckten sich, das Publikum suchte, Fernsehkommissare gaben Fahndungstipps, der Sieger kassierte bis zu 20.000 Mark. Doch nach nur einer Ausgabe (am 13. September 1992) und vernichtenden Kritiken wurde die Show eingestellt.
 

Leserkommentare

  • mangoline1 schrieb via tvforen.de am 15.04.2017, 21.01 Uhr:
    mangoline1Ich wünsche Frank Elstner alles Gute, mag ihn echt gerne
  • kleinbibo schrieb via tvforen.de am 14.04.2017, 21.07 Uhr:
    kleinbibox 1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.17 21:08.
  • Nachdenker schrieb via tvforen.de am 14.04.2017, 19.16 Uhr:
    NachdenkerDanke für den Hinweis . Nachdenker
  • Snake Plissken schrieb via tvforen.de am 14.04.2017, 18.36 Uhr:
    Snake PlisskenDas Zittern (auch sein Kopf zitterte öfters merklich) ist hier mal kurz angesprochen worden. http://www.tvforen.de/read.php?1,1468041,1468082#msg-1468082 Aber wirklich weiß es wohl niemand. Snake
  • Nachdenker schrieb via tvforen.de am 14.04.2017, 18.29 Uhr:
    NachdenkerDie Dokumentation hat mir persönlich sehr gut gefallen . Ich habe da so einiges erfahren was ich noch nicht wußte. Nur mal so gefragt - ist noch jemanden aufgefallen das seine Hände immer stark gezittert haben ? Ist er irgendwie krank ? Nachdenker
  • Helmprobst schrieb via tvforen.de am 13.04.2017, 09.02 Uhr:
    HelmprobstDie Feierlichkeiten gehen weiter: Heute um 21.00 Uhr zeigt der SWR noch eine neue Dokumentation über Frank Elstner. Vielleicht nicht so star-gespickt wie die grosse Show vom Samstag, aber für Fans sicher auch ganz interessant.