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Interview mit Steven Gätjen: "Wir müssen an Entertainment viel entspannter herangehen."

Interview mit Steven Gätjen: "Wir müssen an Entertainment viel entspannter herangehen."

ZDF- und Disney Channel-Moderator im ausführlichen Interview - von Glenn Riedmeier (18.11.2016)
Interview mit Steven Gätjen: "Wir müssen an Entertainment viel entspannter herangehen."
Steven Gätjen
© ZDF/Sascha Baumann

wunschliste.de: Seit Ihrem Wechsel zum ZDF mussten Sie sich viel Kritik gefallen lassen. Besonders die Neuauflage der "Versteckten Kamera" fiel in der Presse durch. Wie sehr beschäftigen Sie negative Stimmen oder Verrisse?

Steven Gätjen: Ich denke, es liegt in der Natur der Sache, dass ein Buhmann gesucht wird, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert. Gerade in Deutschland wird man gerne im Vorfeld hochgelobt, nur um dann im Anschluss heftig einen auf den Deckel zu bekommen. Ich wurde von den Medien teilweise als der "neue Gottschalk" angekündigt, was nie meine Absicht war. Die "Versteckte Kamera" war nicht frei von Fehlern und es gab danach auch viel konstruktive Kritik. Dennoch war die Show mit 3,6 Millionen Zuschauern kein totales Desaster. Aber es verkauft sich einfach besser, wenn man auf jemanden einhaut. Und in den meisten Fällen ist es der Moderator, der es abkriegt - das kennen meine Kollegen nur allzu gut. Gegen Kritik an sich ist nichts einzuwenden, aber ich finde es immer schade, wenn es persönlich wird.

Steht denn schon fest, welche Ihrer ZDF-Shows fortgesetzt werden?

SG: In den nächsten Tagen bespreche ich mit dem Sender die Pläne für die Jahre 2017 und 2018. Dann wird sich herausstellen, welche Shows weitergehen und welche nicht.

Ich frage mich, weshalb Ihnen im ZDF bislang nicht die Möglichkeit gegeben wurde, internationale Stars im Rahmen einer Show zu begrüßen. Gerade Sie als Hollywood- und Kino-Experte wären doch eigentlich prädestiniert für eine deutsche "Graham Norton Show"...

SG: Vielen Dank! Damit treffen Sie auf jeden Fall einen Nerv bei mir und ich frage mich auch, weshalb es so eine Show in Deutschland nicht gibt. Der Sender weiß von meinen Stärken und Schwächen und ich würde so etwas auch total gerne machen. Auch hier gilt für mich: Ich taste mich langsam im ZDF heran und vielleicht erhalte ich irgendwann die Chance zu so einer Show.

Steven Gätjen
© ZDF/Johanna Brinckman
Eine andere Sache, die mir auffällt, ist, dass sich in Deutschland offenbar kein Sender mehr an eine tägliche Late-Night-Show herantraut, während man die vielen US-Formate mittlerweile kaum noch zählen kann. Was glauben Sie, weshalb es diesbezüglich so eine große Diskrepanz gibt?

SG: Ich denke, es gibt zwei Probleme, die damit zusammenhängen. Einerseits gibt es in Deutschland nicht eine solche Promidichte wie im englischsprachigen Raum. Andererseits haben wir immer noch eine Sprachbarriere, wenn internationale Stars zu Gast sind. In Deutschland wird nach wie vor synchronisiert und ein Großteil der Bevölkerung kann einfach nicht so gut Englisch sprechen oder verstehen. Dennoch glaube ich, dass in dem Format Late-Night an sich immer noch Potential steckt. Thomas Gottschalk, Harald Schmidt und Stefan Raab haben vorgemacht, wie es geht. Man muss einen Weg finden, wie man mit einer international geprägten Late-Night-Show niemanden verprellt, der nicht perfekt Englisch kann, sondern trotzdem dranbleibt. An den US-Talkern Jimmy Kimmel, Jimmy Fallon und James Corden bewundere ich vor allem, mit was für einer Leichtigkeit und Spielfreude sie mit ihren Gästen umgehen. Diesbezüglich kann Deutschland noch einiges lernen. Wir müssen an Entertainment viel entspannter herangehen.

Da wir eine Seite sind, die sich überwiegend mit TV-Serien beschäftigt: Welche Serien schauen Sie derzeit und welche können Sie empfehlen?

SG: Ich habe gerade die zweite Staffel von "Narcos" zu Ende geschaut. Das ist wirklich eine beeindruckende Serie, weil sie mit Fiktion und Realität spielt. Außerdem habe ich kürzlich das ebenfalls grandiose "Downton Abbey" fertig geguckt und will demnächst mit "Stranger Things" anfangen. Allgemein sind Netflix und Amazon Prime momentan extrem wichtig für die fiktionale Unterhaltungsindustrie. Ich bin begeistert davon, auf welche Art und Weise in diesen Serien Geschichten erzählt werden.

Das stimmt. Was ich wiederum schade finde, ist, dass viele tolle US-Serien im deutschen Fernsehen entweder gar nicht oder nur versteckt im Nachtprogramm oder auf Nischenkanälen gezeigt werden. Speziell das ZDF gibt nahe zu alle internationalen Serien an ZDFneo ab, wenn man mal von den Schweden-Krimis absieht. Dabei würden Serien wie "Nashville" oder "American Crime Story: The People v. O.J. Simpson" durchaus gut zum ZDF passen, weil sie auch ein älteres Publikum ansprechen. Können Sie einschätzen, weshalb das ZDF solche Berührungsängste hat?

SG: Auch hier geht es vor allem darum, dass man erst mal den nötigen Mut beweisen müsste. Ein Sender findet sich mittlerweile viel zu schnell in einer Rechtfertigungsposition wieder, wenn etwas nicht sofort auf Anhieb funktioniert. Dabei hat sich immer wieder gezeigt, dass man Dingen einfach Zeit geben muss. Die Zuschauer müssen die Möglichkeit erhalten, sich in eine neue Serie einzufinden. Für eine gute Alternative halte ich Binge-Watching-Marathons, so wie es RTL II mit "The Walking Dead" macht. Das ist perfekt, wenn man nicht erst Wochen warten will, um zu erfahren, wie die Staffel ausgeht.

Gibt es auch noch Sendungen aus dem deutschen Fernsehen, die sie regelmäßig verfolgen? Haben Sie beispielsweise "Schlag den Star" mit Elton gesehen?

SG: Na klar! Ich verfolge natürlich weiterhin, was meine sehr geschätzten Kollegen machen und freue mich, dass Elton und Buschi momentan eine richtig steile Karriere hinlegen. Ansonsten schaue ich gerne die Sendungen von Joko und Klaas, Daniel Hartwich und Kai Pflaume. Wir haben schon einige gute Leute im Fernsehen, was leider oft unter den Teppich gekehrt wird.

Vielen Dank für das interessante Interview!


 

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