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Heftige Bauchschmerzen, Fieber, Erbrechen - was steckt dahinter? Was sich erst mal wie ein besonders schmerzhafter Magen-Darm-Virus anfühlt, kann sich als eine Entzündung im Darmbereich herausstellen - eine Divertikulitis. Ursache sind kleine bläschenartige Ausstülpungen der Darmwand des Dickdarms, die sogenannten Divertikel. In der Regel sind sie nicht behandlungsbedürftig, da sie keine Beschwerden verursachen. Entzündet sich aber ein Divertikel, dann spricht man von einer Divertikulitis, und die kann schwere Folgen haben, bis hin zur Bauchfellentzündung und zum Tod. Wiederholte Entzündungen können die operative Entfernung des kranken Darmteils notwendig machen. Eine Divertikulitis tritt meist im Bereich des Dickdarms auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Divertikel an. Aber auch die moderne europäische Ernährungsweise mit wenigen Ballast- und Mikronährstoffen kann die Entstehung von Divertikeln begünstigen. Damit es dem Verdauungstrakt gut geht, ist die richtige Ernährung das A und O. Denn die hat eine gewaltige Wirkung auf die Bakterien in der Darmflora - dem Mikrobiom. Je mehr verschiedene Bakterienstämme sich im Dickdarm befinden, umso besser ist es. Vermutet wird sogar, dass die richtige Balance der Bakterien im Darm vielen Erkrankungen vorbeugen oder sie verbessern kann, etwa entzündliche Autoimmunerkrankungen, Polyarthritis, Diabetes oder Multiple Sklerose. service: gesundheit zeigt, bei welchen Symptomen man zum Arzt gehen sollte und in welchen Fällen bei einer Divertikulitis operiert werden muss. Außerdem: Wie wirken Darmbakterien auf das Immunsystem, und was kann man Gutes für den Darm tun? Fragen zum Thema beantwortet der Experte im Studio.
(ARD-alpha)