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Darf man seinen Peiniger ermorden und dennoch straffrei bleiben? Ingo Zamperoni diskutiert mit vier norddeutschen Schöffen einen spektakulären Prozess mit überraschenden Wendungen. Ein Mann quält seine Frau jahrelang aufs Übelste. Er schlägt sie mehrere Male krankenhausreif, behandelt sie zu Hause wie eine Sklavin. Nach einem 15 Jahre währenden Martyrium erschießt die Gepeinigte ihren Mann. Das Gericht verurteilt sie wegen heimtückischen Mordes. Es erkennt die dramatischen Umstände der Tat als mildernd an und verhängt eine Haftstrafe von neun Jahren statt lebenslänglich. Der Bundesgerichtshof kassiert das Urteil. Er verweist auf den sogenannten "entschuldigenden Notstand". Wer keine andere Möglichkeit sieht, sich oder das Leben seiner Liebsten wie in diesem Fall durch einen Mord zu schützen, der geht straffrei aus. Ist Mord also nicht gleich Mord?...
(NDR)




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