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Commissario Salvo Montalbano steht vor zwei sehr unterschiedlichen, aber gleichermaßen rätselhaften Fällen: Der pensionierter Ingenieur Ernesto Sabatello entdeckt auf dem Dachboden mehrere alte Filme seines verstorbenen Vaters. Diese zeigen über Jahre hinweg immer denselben, unscheinbaren Mauerabschnitt, jeweils am selben Tag und zur selben Uhrzeit gefilmt. Sabatello ist ratlos und bittet Montalbano um Hilfe. Die Ermittlungen führen zu einer tragischen Familiengeschichte: Die Mauer gehört zu einem Schuppen der abgelegenen Sabatello-Villa, in der sich Jahre zuvor ein schmerzhaftes Drama abspielte. Parallel dazu ereignet sich ein schockierender Vorfall in Vigàta: Drei maskierte Männer dringen in eine Schule ein, nehmen eine Klasse als Geiseln und geben Warnschüsse ab. Montalbanos Stellvertreter Mimì Augello ist zufällig vor Ort, und sein beherztes Eingreifen verhindert eine Katastrophe. Da zunächst ein terroristischer Hintergrund vermutet wird, wird die Anti-Terror-Einheit eingeschaltet. Doch Montalbano hat Zweifel an dieser Theorie und sucht das Gespräch mit den Schülern, um die wahren Motive zu ergründen. Auch hier tappt er zunächst im Dunkeln und muss erkennen, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint. Zwischen längst vergangenem Leid und aktuellen Ängsten ringt der Commissario mit den Abgründen menschlicher Seelen. Der atmosphärisch dichte Fall konfrontiert ihn mit kriminalistischem Neuland und verlangt ihm alles ab.
(Edel)