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Diese Folge richtet den Blick auf Édouard Manets Gemälde ʺBar in den Folies Bergèreʺ. Zwei im Spiegel reflektierte Lampen erhellen die Nachtclub-Szene und bilden den Ausgangspunkt der Untersuchung. Die weißen Leuchtkugeln verweisen auf einen tiefgreifenden technologischen Umbruch: den weltweiten Einzug der Elektrizität. Von den Experimenten Thomas Edisons über die Pariser Vergnügungswelt der Belle Époque bis hin zu den Werkstätten japanischer Ukiyo-e-Holzschnitte erzählt die Dokumentation die unerwartete Geschichte künstlerischer, wirtschaftlicher und politischer Begegnungen zwischen Japan und dem Westen Ende des 19. Jahrhunderts. Mit dem Aufkommen der Elektrizität und dem künstlichen Licht verändert sich die menschliche Lebensweise grundlegend. ʺDie Lampen von Manetʺ zeigt, wie einfache Bambusfasern aus einem Shinto-Schrein nahe Kyoto das Nachtleben der westlichen Metropolen revolutionierten. Zahlreiche Sachverständige begleiten diese Spurensuche: der Direktor sowie ein Lichtgestalter der Folies Bergère, mehrere shintoistische Mönche, eine japanische Verlegerin eines Holzschnitt-Ateliers und ein ehemaliger Bergarbeiter aus Nordfrankreich.
(arte)
Länge: ca. 74 min.










