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Die USA feiern 250. Geburtstag und ihren "American Dream". Doch was ist vom Freiheitsversprechen seit der Unabhängigkeit geblieben? Was bedeutete Freiheit damals und bedeutet sie heute? Die Gründerväter der USA propagierten Gleichheit für alle. Doch People of Color kämpfen immer noch um ihren Platz in der Gesellschaft. Und wie steht es um den Zusammenhalt der US-Amerikaner, wenn die Freiheitsrechte immer weiter eingeschränkt werden? Dr. Sheila Nazarian hat ihren persönlichen American Dream tatsächlich verwirklicht: Die jüdische Iranerin ist heute erfolgreiche Schönheitschirurgin in Los Angeles mit eigener Netflixserie. Als stolze US-Amerikanerin und überzeugte Trump-Unterstützerin verkörpert sie die migrantische Erfolgsgeschichte in der Doku-Reihe. Was bedeutet es hingegen, Amerikaner oder Amerikanerin zu sein, wenn die eigenen Vorfahren in Ketten hierher gebracht wurden, wie bei Joycelyn "Joy" Davis, Nachfahrin der Versklavten des letzten bekannten Sklavenschiffs "Clotilda"? Oder wenn die Vorfahren schon da waren, lange bevor es die USA gab? Celestine Stadnick gehört zur indigenen Minderheit der Lakota und lebt im Pine Ridge Reservat in South Dakota - der ärmsten Gegend der USA. Sie nimmt das Filmteam mit nach Wounded Knee, wo 1890 das Massaker an ihrem Volk stattfand. In Arkansas legt Eric Orwoll derweil das Fundament für eine Siedlung, in der nur weiße, christliche, heterosexuelle Amerikaner willkommen sind. Für ihn gibt es zu viele Einwanderer aus "fremden Kulturen" - Amerika müsse zu seinen Wurzeln zurück. Eric sieht sich in der Tradition der europäischen Siedler, die das Land seit dem 17. Jahrhundert kolonisierten. Sie fanden ihr Glück in der Neuen Welt und erkämpften sich 1776 die Unabhängigkeit von der damaligen Supermacht England. Politikwissenschaftlerin Sudha David Wilp sieht in Menschen wie Eric eine neue Welle alten Denkens: "Die Idee, Amerika gehöre einer weißen Mehrheit, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte - sie verschwindet nie ganz, sondern taucht in neuen Formen wieder auf." Ganz anders zeigt sich Amerika in New Yorks Chinatown. Paul Eng führt den Tofu Laden seines Großvaters weiter. Der kam in den 1930er-Jahren über den Umweg Kuba nach Amerika, weil der Chinese Exclusion Act Chinesen damals die Einwanderung verbot. Paul, erfolgreich und integriert, sieht sich heute als erster echter Amerikaner seiner Familie. Experten und Expertinnen wie die Historikerin Jill Lepore, die renommierte Journalistin Rieke Havertz oder der Historiker Volker Depkat ordnen ein: Das Freiheitsversprechen war von Anfang an umkämpft.
(ZDF)
Länge: ca. 45 min.


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