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15 Jahre ist es her, dass Norwegen sein schlimmstes Trauma erlebte, das die Gesellschaft bis heute prägt. Am 22. Juli 2011 tötete der Rechtsextremist Anders Behring Breivik 69 Menschen auf einem Feriencamp der Sozialdemokratischen Jugend auf der Insel Utoya. Zuvor hatte er eine Bombe im Osloer Regierungsviertel gezündet und dabei 8 Menschen getötet. Das WELTjournal zeigt die schwierige Aufarbeitung dieses blutigsten Attentats der norwegischen Geschichte mit insgesamt 77 Todesopfer, die meisten davon Jugendliche. Dass der Täter autochtoner Norweger war und aus der Mitte der Gesellschaft kam, ließ viele fassungslos zurück und verstörte nachhaltig. In den Tagen und Wochen nach dem rechtsextremen Terroranschlag ging eine beispiellose Welle der Solidarität mit den Überlebenden und den Hinterbliebenen der Getöteten durchs Land. Trotz des unfassbaren Leids verzichtete die norwegische Gesellschaft weitgehend auf Rufe nach Rache. Der damalige Ministerpräsident Jens Stoltenberg, als Jugendlicher selbst oft beim Sommercamp auf Utoya, prägte die öffentliche Reaktion mit dem Versprechen, dass die Antwort auf Gewalt "mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Menschlichkeit" sein werde.
(ORF)





