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Als Knuts älterer Bruder Harald II. stirbt, gerät der dänische Thron in Gefahr. Knut, der inzwischen König von England ist, reist in sein Geburtsland zurück, um die Krone zu sichern. Dort erobert er Norwegen und wird Herrscher über ein mächtiges Nordseereich - das größte christlich geprägte Wikingerreich der Geschichte. Er hat mehr erreicht als jeder Jelling-Herrscher vor ihm. Bedeutenden Anteil daran hat seine Frau, Emma von der Normandie. Um seine Macht zu festigen, beruft Knut im Jahr 1018 eine große Versammlung in Oxford ein. Dort ordnet er die politischen Verhältnisse seines neuen Reiches. Er setzt Abgaben und Steuern fest, reduziert die Wikingerflotte und erlässt eine neue Rechtsordnung. Auch entlässt er einen Teil seiner Krieger - ein deutliches Signal, dass er nicht der Eroberer bleiben, sondern als König regieren will. Eine wichtige Rolle bei dieser politischen Annäherung spielt seine Ehefrau, Emma von der Normandie. Emma, die zuvor mit Æthelred II. verheiratet gewesen ist, verfügt über enge Verbindungen zu Adel und Kirche. Ihre Stellung verleiht Knuts Herrschaft zusätzliche Legitimität und Kontinuität. Wie sehr diese Politik auf Ausgleich und königliche Großzügigkeit zielte, betont das "Encomium Emmae Reginae", eine Chronik, die Emma bei einem Mönch in Flandern in Auftrag gibt. Das Werk zeichnet das Bild eines erfolgreichen und weisen Herrschers, der durch Klugheit, Freigebigkeit und politische Umsicht überzeugt - während sie seine Missetaten verschweigt. Mit der Geburt ihres Sohnes Hartheknut sichert Emma schließlich auch die dynastische Zukunft - zumindest vorläufig. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
(ZDF)





