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Schweizer Jazzmusiker orientieren sich in der Nachkriegszeit zunächst vor allem an großen US-Vorbildern wie Bud Powell, Dizzy Gillespie und Miles Davis. Jazzschulen gibt es keine. "Learn from the masters", heißt das Motto. Ab Mitte der 1960er Jahre entwickeln Schweizer Jazzmusiker zunehmend ihre eigenen Spielformen. Musiker aus dem Umfeld von George Gruntz, Franco Ambrosetti oder den Westschweizern Daniel Humair und Pièrre Favre spielen auf internationalem Parkett und geben dem Schweizer Jazz eine eigene Identität. George Gruntz beginnt Jazz mit klassischer Musik und Volksmusik zu verbinden. Die Pianistin Irène Schweizer entwickelt sich zur europäischen Pionierin des Free Jazz. Der Saxofonist Bruno Spoerri wiederum findet im Experiment mit elektronischen Instrumenten einen Weg, den Jazz in die Zukunft zu denken. Die zweite Folge der Reihe "Jazz in der Schweiz" erkundet die Emanzipation des Schweizer Jazz von seinen US-amerikanischen Vorbildern.
(3sat)