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172

Deutschland-Saga

D, 2014–2015

Deutschland-Saga
  • 172 Fans
  • Serienwertung0 26525noch keine Wertungeigene: –

Deutschland-Saga Episodenguide

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  • Zeichenerklärung: S StaffelE Episode Stream im TV

  • 1.101Woher wir kommen
    Professor Christopher Clark begibt sich in einem nostalgischen VW Käfer Cabriolet auf den Weg durch die Epochen. Der Experte für deutsche Geschichte ist leidenschaftlich an der Frage interessiert, wie die Menschen hierzulande wurden, wie sie sind. Die Zuschauer werden an die symbolträchtigsten Orte geführt, erleben weltverändernde Leistungen und lernen jene Eigenheiten kennen, die unser Bild auch heute noch im Ausland prägen.
    ZDF, 30.11.2014
  • 2.102Wovon wir schwärmen
    Warum haben Wälder, Ritterburgen, Märchen, Mythen und Sagen eine so große Bedeutung im Reigen der Befindlichkeiten, die man den Deutschen immer wieder zuschreibt? Warum nehmen Dramen wie das Nibelungenlied einen so hohen Rang in der kulturellen Selbstwahrnehmung ein? In der dritten Folge der "Deutschland-Saga" macht sich Christopher Clark auf die Suche danach, was Deutsche zum Schwärmen bringt. Auf der Gefühlsskala rangiert der Wald ganz oben. Diese Vorliebe hat eine lange Tradition. Schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus beschrieb Germanien als ein Land unendlicher Wälder. Eigenartig wirkte auf die Römer, dass es keine Tempelbauten in Germanien gab, vielmehr Haine und Bäume, die als Heiligtümer verehrt wurden. Tatsächlich haben sich die Deutschen ihre innige Beziehung zu den Pflanzenriesen bewahrt. So markierten Bäume über die Jahrhunderte den Gerichtsplatz und den Mittelpunkt eines Dorfes. Unter der Linde feierte man die Feste des Jahreskreises, in ihre Rinde schnitzte man die Initialen von Liebenden. Bäume sind Symbole des Beständigen und Erhaltenswerten. Vielleicht entlud sich der Zorn der Schwaben gegen das umstrittene Bauvorhaben "Stuttgart 21" gerade deshalb in dem Moment, als die Bäume des Schlossgartens gefällt werden sollten. Eng verbunden mit dem Wald sind viele deutsche Märchen, wie etwa "Hänsel und Gretel" oder "Rotkäppchen". Sie und andere Figuren entstammen den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, die - gleich nach der Lutherbibel - das weltweit meistverbreitete Buch der deutschen Kulturgeschichte sind. Die Welt der Märchen hat das Bild Deutschlands bis heute geprägt. Und noch 200 Jahre nach der ersten Ausgabe der Sammlung der Gebrüder Grimm wachsen Kinder - nicht nur in Deutschland - mit Schneewittchen, Dornröschen und Rapunzel auf. Christopher Clarks Reise führt auch am Rhein entlang. Schon zu Zeiten der Römer war dieser Fluss die große Verbindungsachse in Europa. Kaufleute, Pilger und auch Kriegsheere nutzten den prominenten Wasserweg. Doch bis jemand fragte, "Warum ist es am Rhein so schön?", sollte es noch eine Weile dauern. Eher lief den Rhein-Reisenden ein kalter Schauer über den Rücken, wenn am Loreley-Felsen oder am Binger Loch Gefahr durch Untiefen und Strudel drohte. Die Romantik machte den Rhein zum Mythos. Heinrich Heines Loreley-Lied brachte es zu einer Art deutscher Hymne. Die Dichter jener Epoche schwärmten für ursprüngliche Landschaften, sahen in der beginnenden Industrialisierung und Verstädterung eine Gefahr, warfen dem modernen Zeitalter vor, die Welt allein unter dem Aspekt der Nützlichkeit und Verwertbarkeit zu betrachten. Eine Denktradition, die bis ins Heute reicht. Natürlich will Clark auch die Liebe der Deutschen zum Fußball ergründen, hierzulande die beliebteste Sportart. Die Fakten sprechen für sich: Sechseinhalb Millionen Menschen - das sind über acht Prozent der Bevölkerung - sind in über 27 000 Fußballvereinen aktiv. Das zahlt sich in vielen Meistertiteln aus, und nicht nur bei den Herren. Die deutschen Fußballerinnen haben die letzten fünf Europameisterschaften hintereinander gewonnen. Beim Einblick in die Seele der Fußballnation entdeckt Christopher Clark noch ein weiteres Phänomen: Als Gastgeber der WM 2006 zeigten die Deutschen einen erfrischend fröhlichen Patriotismus. Danach stellte sich heraus: Die Deutschen werden anderswo viel sympathischer wahrgenommen, als sie sich selbst oft sehen.
    ZDF, 02.12.2014
  • 3.103Was uns eint
    Jene bewegenden Szenen, die um die Welt gingen, von Wende, Mauerfall und Einigung, sind inzwischen ein Vierteljahrhundert alt. Was sich damals ereignete, zählt ohne Übertreibung zu den historischen Glücksfällen der deutschen Geschichte: Zum ersten Mal wurde die deutsche Einheit in Freiheit und in Frieden Wirklichkeit, eine Premiere. Christopher Clark reist durch die Nation und deren Geschichte, um herauszufinden, was uns eint.
    ZDF, 07.12.2014
  • 4.104Wonach wir suchen
    Warum gilt die Romantik als Wegbegleiter der Deutschen? Warum haben letztlich Dichter und Denker die Nation der Deutschen erfunden? Und was ist dran am Begriff der Kulturnation? Diese Fragen begleiten Christopher Clark auf seiner Reise in der vierten Folge der "Deutschland-Saga". In dieser Folge begegnet er so manchem großen Geist, auch solchen, die von "außen" auf die Deutschen blickten, wie Mark Twain und Madame de Staël.
    ZDF, 08.03.2015
  • 5.105Was uns antreibt
    Deutschland gilt als Land der Forscher, Tüftler und Erfinder, und wie eine Berufsempfehlung klingt immer noch der alte Spruch: "Dem Ingenieur ist nichts zu schwer". Auch Christopher Clark stellt in der fünften Folge der "Deutschland-Saga" fest: Die Nachfolger Leonardo da Vincis müssen sich eindeutig weiter nördlich von dessen Heimat angesiedelt haben. Zumindest diejenigen, die dem Universalgelehrten der Renaissance auf dem Feld der "technischen Erfindungen" nacheiferten. Schon der florentinische Alleskönner trug den Titel "Ingenarius", und es sind vor allem Leistungen dieses Standes, die heute noch den Wirtschaftsstandort Deutschland prägen. Bei den Patenten teilen sich deutsche Wissenschaftler gegenwärtig die ersten Plätze mit der Konkurrenz aus den USA und Japan. Hat das etwas mit Disziplin, Gründlichkeit und Präzision zu tun? Oder entwickelten sich im industriell einst etwas verspäteten Deutschland Strukturen, die das Handwerkliche sowie das Forschen um seiner selbst willen begünstigten? Bei einem Streifzug durch die Geschichte der Entdeckungen und Erfindungen führt Clark vor Augen, was die Welt deutschen "Superhirnen" zu verdanken hat: ob Fahrrad, Auto, Dynamo oder Flugzeug. Mancher Pionier endete jedoch tragisch, wie Otto Lilienthal, der seinen Traum vom Fliegen mit dem Leben bezahlte. Deutschland - einig Autoland. Christopher Clark bereist es mit einem nostalgischen VW-Käfer-Cabrio. Karossen "Made in Germany" haben den Weltmarkt erobert. Neben dem Volkswagen auch BMW, Audi und Daimler. Doch wo liegen die Anfänge? Christopher Clark wandelt auch auf den Spuren der Mobilität, die nicht erst mit Carl Friedrich Benz, dem Erfinder des modernen Automobils, oder Ottos gleichnamigen Motor begann. 1813 baute Karl Drais seine erste vierrädrige Fahrmaschine, angetrieben mit den Füßen. In Erinnerung aber blieb der badische Forstmeister und passionierte Erfinder durch die von ihm entwickelte Laufmaschine, die als Draisine Berühmtheit erlangte. Auch bei den großen Entwicklungen in der Kommunikationstechnik, bei Telefon, Radio, Fernseher, Computer, standen Deutsche Pate. Physiker und Chemiker machten bahnbrechende Erfindungen - etwa bei der Quantenphysik oder der Kernspaltung - und waren deshalb lange führend bei der Zahl der Nobelpreise. Der Nationalsozialismus war auch hier eine Zäsur - brillante Forscher wie Albert Einstein, James Franck und Max Born wurden ins Exil getrieben. Andere fügten sich dem Willen und den Vorgaben des menschenverachtenden Regimes. Wernher von Braun baute für Hitler so genannte "Vergeltungswaffen", später, als Staatsbürger der USA, verhalf er der Menschheit als einer der Väter der Mondrakete zu einer Sternstunde. Teil 3, "Wer wir sind", wird am Sonntag, 22. März, 19.30 Uhr, ausgestrahlt.
    ZDF, 15.03.2015
  • 6.106Wer wir sind
    Nachdem die Deutschen im Ausland häufig als aggressiv, geizig und schwarzseherisch galten, schätzt man sie seit dem Sommermärchen der Fußball-WMt im Jahr 2006 auch als tolerante Gastgeber.
    ZDF, 22.03.2015