Frauen werden in vielen Filmen durch die Art und Weise, wie Aufnahmen eingerichtet und Kamerabewegungen choreografiert werden, durch die Brille männlichen Begehrens gesehen. Das Bild der Frau und das Bild von Sexualität, wie sie auf der Leinwand erscheinen, seien demnach nicht der unvermittelte freie Ausdruck gleichberechtigter Lust, sondern tief in maskuline Machtverhältnisse eingebettet. Die Doku macht sichtbar, wie sehr männliche Machtdemonstration und die Sexualisierung von Frauen im Kino – und das nicht erst seit Harvey Weinstein – gang und gäbe sind. Was Zuseherinnen und Zuseher nicht bewusst wahrnehmen können, würde von Filmemachern anhand filmischer Techniken und Lichtsetzungen bewusst gesteuert. Der männliche Blick sei aber nicht nur auf Regisseure beschränkt. Auch Regisseurinnen würden mit etablierten Filmtechniken Frauen in Szene setzen. Nina Menkes gibt etwa Sofia Coppolas Eröffnungsszene von "Lost in Translation" als Beispiel an. Die meisten würden diesen Ausschnitt nicht als entwertend wahrnehmen, aber wenn man ihn genauer unter die Lupe nähme, würde man die unterschwellige Absicht spüren: Hauptdarstellerin Scarlett Johansson wird vorgestellt, indem der Kamerablick über ihre Oberschenkel schweift und dann auf ihrem knappen Slip ruhen bleibt. Ihren Filmpartner Bill Murray lernt man in dieser Szene hingegen als gedankenverlorenen alternden Mann kennen, der auf der Rückbank eines Taxis sitzt. Mit der dokumentarischen Analyse des "Male Gaze" möchte "Sex.Macht.Manipulation – Der männliche Blick im Film" die patriarchalen Sehgewohnheiten entlarven, die die Geschichte des Kinos dominieren.
(ORF)
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Weiterer Titel: Sex Camera Power - Der manipulierte Blick
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Anhand von zahlreichen Filmausschnitten aus bekannten Hollywoodfilmen und Kultklassikern enthüllt Filmemacherin Nina Menkes (vo.) Frauenfeindlichkeit und Bevormundung im Kino, hier am Beispiel von „Die Lady von Shanghai“ mit Rita Hayworth.
Im Dokumentarfilm stellt Filmemacherin Nina Menkes anhand von zahlreichen Filmausschnitten die erschreckenden Auswirkungen des „männlichen Blicks“ bei Filmproduktionen heraus.
Der Dokumentarfilm „Brainwashed: Sex-Camera-Power“ führt eindringlich vor Augen, wie die visuelle Sprache des Kinos Frauen entmachtet und somit ihre gesellschaftliche Wahrnehmung damals wie heute manipuliert.