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Brunaupark
CH, 2024
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Filminfos
Stadt Zürich. Der Brunaupark besteht aus fünf Wohnkomplexen mit insgesamt 405 Wohnungen. In den zwischen 1980 und 1996 errichteten Gebäuden lebten mehr als 700 Menschen. 2019 informierte die Credit Suisse, die Bank, der die Wohnanlage gehört, mehr als 200 Bewohnerinnen und Bewohner in einem Brief, dass ihre Gebäude im Rahmen eines Sanierungsplans abgerissen werden sollen. Die Idee war, vier der Gebäude abzureissen, wodurch 240 Wohnungen verloren gingen, und sie mit höheren Decken und kleineren Wohnungen neu zu errichten, um sie in 500 Wohnungen mit deutlich höheren Mieten umzuwandeln.
Viele der Betroffenen organisierten sich darauf in einem Verein, der seither vor Gericht gegen den Abriss kämpft. Für die Filmemacher Felix Hergert und Dominik Zietlow ist dieser Kampf aber nicht der Hauptschauplatz; lieber konzentrieren sie sich in ihrem Film darauf, einige der Bewohner des Komplexes zu begleiten und zu zeigen, wie das Viertel, das diese Menschen als ihre Heimat bezeichnen, trotz Gegensteuer dem städtebaulichen Wandel unterliegt und sich zu verändern beginnt. Aus dem Umstand, dass nur unweit der Siedlung der Uetlihof steht, in dem sich die Büros der Credit Suisse befanden - jener Bank also, die sie vertreiben will - sorgt dafür, dass sich Opfer und Täter zwar unmittelbar gegenüberstehen, es jedoch kaum zu direkten Begegnungen kommt.
So erzählt der Film ausschliesslich aus der Perspektive der Gekündigten, erzählt von jungen Menschen, die nach dem schnellen Geld streben, von alten Menschen, die sich fragen, wohin sie gehen würden, wenn sie dann gehen müssen, oder vom Besitzer von Ciccio's, einer Pizzeria, die geschlossen werden musste. Der Brunaupark verliert mit dem Restaurant eine Art Zufluchtsort vor den Problemen des Alltags, während das eben eröffnete Café für jene unpersönliche und uniforme Gestaltung steht, die den Investoren als Zukunft für die ganze Siedlung vorschwebt.
Der Film, der zwischen 2020 und 2023 gedreht wurde, verweist auf den Anstieg der Stadtzürcher Mietpreise in dieser Zeit um 12 Prozent und spiegelt damit ein Problem wider, das nicht nur in Zürich oder der Schweiz, sondern auch in vielen anderen Ländern besteht. Der Einstieg von Investmentfonds in den Immobiliensektor hat dazu geführt, dass ganze Siedlungen unter dem Vorwand, neuen Wohnraum zu schaffen, abgerissen und durch Gebäude mit mehr aber kleineren und gleichzeitig teureren Wohnungen ersetzt werden.
Die Schlusspointe allerdings, hatten die Filmemacher so nicht voraussehen können: Die in «Brunaupark» als «Saniererin» auftretende Credit Suisse existiert 2025 nicht mehr. Die Ankündigung ihres Hauptinvestors, der saudischen Nationalbank, nicht mehr in die Bank zu investieren, löste 2023 eine Krise aus, die schliesslich mit dem Verkauf der Credit Suisse an den Konkurrenten UBS endete. Die Bewohner und Bewohnerinnen des Brunaupark konnten vorübergehend aufatmen. Allerdings liegt ihr Schicksal nun noch immer in den Händen einer Bank, bloss einer anderen.
Viele der Betroffenen organisierten sich darauf in einem Verein, der seither vor Gericht gegen den Abriss kämpft. Für die Filmemacher Felix Hergert und Dominik Zietlow ist dieser Kampf aber nicht der Hauptschauplatz; lieber konzentrieren sie sich in ihrem Film darauf, einige der Bewohner des Komplexes zu begleiten und zu zeigen, wie das Viertel, das diese Menschen als ihre Heimat bezeichnen, trotz Gegensteuer dem städtebaulichen Wandel unterliegt und sich zu verändern beginnt. Aus dem Umstand, dass nur unweit der Siedlung der Uetlihof steht, in dem sich die Büros der Credit Suisse befanden - jener Bank also, die sie vertreiben will - sorgt dafür, dass sich Opfer und Täter zwar unmittelbar gegenüberstehen, es jedoch kaum zu direkten Begegnungen kommt.
So erzählt der Film ausschliesslich aus der Perspektive der Gekündigten, erzählt von jungen Menschen, die nach dem schnellen Geld streben, von alten Menschen, die sich fragen, wohin sie gehen würden, wenn sie dann gehen müssen, oder vom Besitzer von Ciccio's, einer Pizzeria, die geschlossen werden musste. Der Brunaupark verliert mit dem Restaurant eine Art Zufluchtsort vor den Problemen des Alltags, während das eben eröffnete Café für jene unpersönliche und uniforme Gestaltung steht, die den Investoren als Zukunft für die ganze Siedlung vorschwebt.
Der Film, der zwischen 2020 und 2023 gedreht wurde, verweist auf den Anstieg der Stadtzürcher Mietpreise in dieser Zeit um 12 Prozent und spiegelt damit ein Problem wider, das nicht nur in Zürich oder der Schweiz, sondern auch in vielen anderen Ländern besteht. Der Einstieg von Investmentfonds in den Immobiliensektor hat dazu geführt, dass ganze Siedlungen unter dem Vorwand, neuen Wohnraum zu schaffen, abgerissen und durch Gebäude mit mehr aber kleineren und gleichzeitig teureren Wohnungen ersetzt werden.
Die Schlusspointe allerdings, hatten die Filmemacher so nicht voraussehen können: Die in «Brunaupark» als «Saniererin» auftretende Credit Suisse existiert 2025 nicht mehr. Die Ankündigung ihres Hauptinvestors, der saudischen Nationalbank, nicht mehr in die Bank zu investieren, löste 2023 eine Krise aus, die schliesslich mit dem Verkauf der Credit Suisse an den Konkurrenten UBS endete. Die Bewohner und Bewohnerinnen des Brunaupark konnten vorübergehend aufatmen. Allerdings liegt ihr Schicksal nun noch immer in den Händen einer Bank, bloss einer anderen.
(SRF)
Daten
Länge: ca. 90 min.
| Deutsche TV-Premiere | Mo, 10.11.2025 (3sat) |
| Originalsprache: | Deutsch |
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
- Regie: Felix Hergert, Dominik Zietlow
- Produktion: Langfilm, Anne-Catherine Lang, Julia Schubiger, Lilith Verny, Olivier Zobrist
- Musik: Simon Borrer, Marcel Gschwend
- Kamera: Dominik Zietlow
- Schnitt: Selin Dettwiler
im Fernsehen
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