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Cold War - Der Breitengrad der Liebe

(Zimna wojna)PL/F/GB, 2018
  • Platz 555834 Fans jüngerälter
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Filminfos

Premiere D: 22.11.2018
Vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Polen, auf Beschluss der sozialistischen Regierung, das Folklore-Ensemble Mazurek gegründet. Es soll sich der Pflege polnischer Volkslieder und -tänze widmen und später mit ihnen im In- und Ausland auftreten. Wiktor und Irena, die als Lehrer und Leiter des Ensembles vorgesehen sind, fahren in Begleitung ihres Vorgesetzten Kaczmarek übers Land, um Lieder und Tänze ausfindig zu machen, die sich für ihr zukünftiges Repertoire eignen. Anschließend wählen sie unter den Bewerbern – jungen Leuten, die aus einfachen Verhältnissen stammen – die talentiertesten aus. Eine der Kandidatinnen, Zula, elektrisiert Wiktor vom ersten Moment an. Irena warnt ihn vor ihr; sie habe ihren Vater umgebracht und sei nur auf Bewährung frei. Während einer Einzelstunde von Wiktor danach befragt, erklärt Zula, sie habe sich gegen einen Missbrauchsversuch ihres Vaters mit einem Messer gewehrt, er habe aber überlebt. Später, als sie und Wiktor, mehr oder weniger heimlich, bereits ein Paar sind, gesteht sie ihm, dass sie ihn im Auftrag des Schulleiters und Parteifunktionärs Kaczmarek bespitzelt.
Nach zweijähriger Ausbildungszeit hat Mazurek seinen ersten Auftritt vor großem Publikum, darunter auch Polens Politprominenz. Er wird ein voller Erfolg. Kaczmarek ist berührt und dankt den Lehrern. Bald darauf fällt er jedoch Irena in den Rücken, die sich gegen den Versuch wehrt, das Ensemble zu instrumentalisieren: Die Partei wünscht, dass das Repertoire durch propagandistische Lieder, wie solchen zum Lobe Stalins, erweitert werden soll. Wiktor schweigt dazu und lenkt ein. Er sucht nach einem anderen Ausweg. 1952 tritt Mazurek bei den Weltjugendspielen in Ost-Berlin auf, und Wiktor überredet Zula, diese Gelegenheit zu nutzen, um mit ihm in den Westen zu fliehen. Als sie jedoch am vereinbarten Treffpunkt nicht erscheint, setzt er sich allein ab.
Es dauert bis 1954, bevor sich beide in Paris wiedersehen, wo Zula mit Mazurek gastiert. Wiktor hat sich dort als Pianist in einer Jazzband etabliert, für die er auch komponiert und arrangiert. Beide versichern sich gegenseitig, in einer Beziehung zu leben, doch es ist offensichtlich, dass ihre Liebe zueinander noch immer brennt. Auf Wiktors Frage, warum sie nicht mit ihm mitgekommen sei, erklärt Zula, sie habe geglaubt, für den Westen nicht gut genug zu sein, und kontert mit dem Vorwurf, sie wäre nicht allein geflohen. Ein Jahr später, bei einem Gastspiel in Jugoslawien, entdeckt sie Wiktor völlig unerwartet im Publikum. Der polnische Geheimdienst verhindert jedoch eine Begegnung beider. Wiktor und Zula verheiraten sich in einer ver­falle­nen Kirche selbst. Gedreht wurde die Szene in dem Dorf Kniazie bei Lubycza Królewska.
Weitere zwei Jahre danach, 1957, steht Zula ebenso plötzlich in der Tür des Studios, in dem Wiktor gerade Filmmusik einspielt. Sie hat einen Italiener geheiratet, um legal nach Paris zu kommen – und mit Wiktor zusammenzuleben. Mit seiner Hilfe beginnt sie eine verheißungsvolle Karriere als Chanson­sängerin. Die alten polnischen Volkslieder, die beide aus ihrer Zeit mit Mazurek kennen – darunter auch jenes von den „zwei Herzen und vier Augen, die nicht zueinanderfinden“ –, interpretiert sie nun, begleitet von seiner Band, ganz neu. Wiktor genügt das noch nicht. Zula soll die Lieder auch auf Französisch singen, doch sie sperrt sich; die Übertragungen aus der Feder seiner früheren Geliebten, der Lyrikerin Juliette, missfallen ihr. Die dennoch entstehende Platte nennt sie einen „Bastard“. Sie lehnt auch ab, dass Wiktor aus ihrer polnischen Vergangenheit Kapital zu schlagen versucht, um ihr ein verkaufsförderndes Image zu verschaffen. Als schließlich ein Streit zwischen beiden eskaliert, rutscht ihm die Hand aus. Ohne Abschied kehrt Zula nach Polen zurück.
Wiktor folgt ihr nach; doch wie bei seiner Flucht, gelingt ihm das nur auf illegalem Wege. Dies und der Vorwurf der Spionage bedeuten für ihn 15 Jahre Haft, die er in einem Straflager verbüßt. Als Zula ihn 1959 dort aufsucht, verspricht sie, auf ihn zu warten und dafür zu sorgen, dass er früher freikommt. Nach fünf Jahren gelingt ihr das tatsächlich, wenn auch nur mit Hilfe von Kaczmarek, mit dem sie einen gemeinsamen Sohn hat. Sie ist mittlerweile Schlagersängerin in einer Unterhaltungsband und wirkt völlig aus der Bahn geworfen. Verzweifelt bittet sie Wiktor, sie von dort wegzubringen. Zu zweit begeben sie sich in eine verfallene Kirche und legen ein Ehegelübde ab. Anschließend nehmen sie eine Überdosis Tabletten und warten gemeinsam auf einer Bank auf deren Wirkung.
(Dieser Text basiert auf dem Artikel Cold War - Der Breitengrad der Liebe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)

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